Pandemie

Das Robert-Koch-Institut informiert ausführlich über die notwendigen Vorbereitungen für den Fall einer Pandemie. Zudem sind Informationen für Ärzte zum Erreger der Influenza, Vorkommen, Reservoir, Infektionsweg, Inkubationszeit, Dauer der Ansteckungsfähigkeit, Klinische Symptomatik, Diagnostik, Therapie, Präventiv- und Bekämpfungsmaßnahmen und Falldefinitionen.

www.rki.de

Aktuelle Informationen zum Coronavirus (SARS-CoV-2)

Aus dem RKI
  • Flussschema und Handlungsempfehlungen für medizinisches Personal
    Das RKI hat das Flussschema aktualisiert. Aktuell empfiehlt die BGV, noch weiterhin das vorherige Schema mit den aktuell bzw. letztgenannten Risikogebieten zu nutzen. Dieses Vorgehen ist erforderlich, weil aufgrund der Hamburger Frühjahresferien derzeit noch viele Reiserückkehrer und ihre Kontaktpersonen mit Symptomen bei der Testung zu beachten sind. Sobald weitere Hinweise zur Umsetzung des Flussschemas zur Verfügung stehen und wir eine für Hamburg angepasste Information haben, schicken wir diese per Kammerinfo.

  • Internationale Risikogebiete und besonders betroffene Gebiete in Deutschland: www.rki.de/Risikogebiete

  • Flyer: COVID-19 und häusliche Quarantäne
    Das RKI hat ein Merkblatt für Patientinnen und Patienten zur häuslichen Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung ins Netz gestellt: www.rki.de/Coronavirus/Flyer_Patienten

    Außerdem gibt es auf den Seiten des RKI einen Flyer für Gesundheitsämter, der auch als mobile Version zum Thema häusliche Quarantäne bei COVID-19 konzipiert wurde: www.rki.de/Coronavirus/häusliche_Quarantaene Flyer_Gesundheitsaemter

  • COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2): Informationen für Ärztinnen und Ärzte
Neues aus der Kammer - Stand: 25.03.2020
  • KV Hamburg: Praxisschließungen
    Sowohl die veranlassten Schulschließungen als auch potentielle Quarantänemaßnahmen können zu reduziertem Praxisbetrieb oder zu Praxisschließungen sowie zu einer Gefährdung des Betriebs des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes führen. Um einen Überblick über die Versorgungssituation zu haben und gegebenenfalls rechtzeitig reagieren zu können, um gefährliche Versorgungsengpässe zu vermeiden, benötigen wir unbedingt Ihre Rückmeldung.
    Bitte füllen Sie den Online-Fragenbogen im Online-Portal der KV Hamburg aus. Der Online-Fragebogen befindet sich unter der Rubrik „Coronavirus“. Bitte loggen Sie sich wie gewohnt mit Ihrem persönlichen Zugangsdaten ins Online-Portal und klicken Sie auf die Rubrik “Coronavirus“. Bitte füllen Sie das Online-Formular aus und klicken aus „Absenden“. Der Zugang zum Online-Portal der KV Hamburg ist über das „WebNet“ und über „Sichere Netz der KVen“ erreichbar.

    Sollten Sie gezwungen sein, Ihre Praxis zu schließen, weil Sie in häusliche Quarantäne müssen oder Ihr Praxispersonal aus diesem Grund nicht mehr zur Arbeit kommen kann, ist es nicht notwendig, eine Vertretung zu organisieren.

  • KBV zu Folgerezepten: Portokosten werden ab sofort erstattet
    Für Arzneimittelrezepte und andere Verordnungen sowie Überweisungen werden Ärzten ab sofort die Portokosten erstattet. Diese Regelung ist zeitlich befristet bis zum 30. Juni 2020.
    Nach dem Bundesmantelvertrag für Ärzte dürfen Praxen in Ausnahmesituationen ihren Patienten Folgerezepte, Folgeverordnungen und Überweisungen per Post zusenden. Voraussetzung ist, dass der Patient bei dem Arzt in Behandlung ist.
    Aufgrund des steigenden Bedarfs für nicht persönliche Arzt-Patienten-Kontakte im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie hat der Bewertungsausschuss festgelegt, dass den Ärzten die Portokosten für den Versand mit 90 Cent erstattet werden. Die Abrechnung erfolgt über die Gebührenordnungsposition 40122.
    Vorlage der eGK nicht erforderlich: Da es sich um bekannte Patienten handelt, gilt für das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) das übliche Verfahren: Findet in einem Quartal ausschließlich telefonischer Kontakt statt, übernehmen Ärzte die Versichertendaten aus der Patientenkartei. Die Vorlage der eGK ist in diesem Fall nicht erforderlich.

  • KBV: AU-Bescheinigung per Telefon von 7 auf 14 Tage ausgeweitet
    Vertragsärztinnen und-ärzte dürfen Patientinnen und Patienten ab sofort bis zu 14 Tage am Telefon krankschreiben. Voraussetzung ist, dass es sich um eine leichte Erkrankung der oberen Atemwege handelt. In solchen Fällen ist die telefonische AU auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Die Regelung zur telefonischen AU ist bis zum 23. Juni befristet.
    Weitere Informationen unter: www.kbv.de/AU_Bescheinigung_Telefon

  • BGV: Fachkräfteregister für freiwillige Helfer
    Die BGV hat ein Fachkräfteregister für freiwillige Helfer eingerichtet, um eine systematisierte Vermittlung an die Bedarfsträger zu gewährleisten.
    Folgende Berufsgruppen werden besonders gesucht:

    Ärztinnen und Ärzte 
    Pflegefachkräfte mit Intensivverfahrung
    Pflegefachkräfte (Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege)
    Pflegehilfskräfte
    Medizinstudierende

    Wenn Sie im Rahmen der Corona-Pandemie mithelfen möchten, können Sie sich unter folgendem Link registrieren lassen: afm.serviceportal.hamburg.de

Herzlichen Dank sagen BGV, Kammer und KV Hamburg für Ihre Mithilfe!!

  • Fortbildungsveranstaltung des KVH-Arbeitskreises interdisziplinäre Infektiologie
    Unter dem Titel „Coronavirusinfektion – was Ärzte wissen sollten“ hat der KVH-Arbeitskreis interdisziplinäre Infektiologie eine Fortbildungsveranstaltung als Webcast ins Netz gestellt. Prof. Dr. Andreas Plettenberg, ifi-Institut für interdisziplinäre Medizin – MVZ Hamburg – Zentrum Infektiologie, Prof. Dr. Marylyn Addo, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Leiterin Sektion Infektiologie, Dr. Elke Jakubowski, Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg, Christine Czaja-Harder, ebenfalls vom ifi-Institut, sprechen über Fakten rund um das Infektionsgeschehen.
    Der Link lautet: https://www.ifi-medizin.de/de/corona-veranstaltung-17-03-2020.html

    Die Fortbildung ist mit einem Punkt anerkannt. Wenden Sie sich für die Anerkennung an die Fortbildungsakademie der Ärztekammer Hamburg unter E-Mail: akademie@aekhh.de.
Begründeter Verdachtsfall

Im Verdachtsfall beachten Sie bitte Folgendes:

Bei Patienten, die über eine Erkrankung der Atemwege klagen und in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet waren oder Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatten, handelt es sich laut Falldefinition des RKI um einen begründeten Verdachtsfall. Sofern ein ambulantes Management möglich ist, ist der Patient in die häusliche Quarantäne zu entlassen und über 116 117 eine Probenentnahme über den Besuchsdienst zu veranlassen. Bei Krankenhauspflichtigkeit ist der Patient unverzüglich dem Rettungsdienst (112) zur stationären Aufnahme zuzuführen (mit Vorankündigung „Coronaverdacht“).

Fall unter differenzialdiagnostischer Abklärung

Bei Patienten mit Atemwegssymptomatik, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einer Region mit COVID-19-Fällen aufgehalten haben oder Kontakt zu unbestätigten Fällen hatten, handelt es sich um einen Fall unter differenzialdiagnostischer Abklärung. Hier können Sie den Arztruf Hamburg unter der Nummer 116 117 kontaktieren. Dort wird nach telefonischer Prüfung der Kriterien des RKI und nach medizinischer Indikationsstellung durch den fahrenden Notdienst ggf. eine Testung durchgeführt.

Patienten, die möglicherweise betroffen sind, sollten zu Randzeiten der Sprechstunden in die Praxen gebeten werden (ggf. entsprechende Informationen zu gesonderten Sprechzeiten an die Praxistüren) bzw. – falls möglich – in einem separaten Raum warten. Ist eine indizierte Probenentnahme in der Arztpraxis oder im Rahmen eines Hausbesuchs z.B. wegen fehlender Schutzausrüstung oder Separationsmöglichkeit nicht möglich, so ist in diesen Fällen der Notdienst über 116 117 zu informieren, dort wird ggf. eine Probenentnahme in der Häuslichkeit des Patienten organisiert.

Schutzausrüstung Arzt/MFA

Schutzkittel, Schutzbrille, FFP2-Maske (gemäß RKI reicht Mund-Nasen-Schutz aus bei Fällen unter differenzialdiagnstischen Abklärung), Einmalhandschuhe neben der konsequenten Einhaltung der Basishygienemaßnahmen. Patient: mehrlagiger Mund-Nasen-Schutz mit korrektem Sitz.

Erreichbarkeit der Patientenberatung

Ein wichtiger Hinweis: Verschiedentlich wurde seitens der Behörden, auch z. B. von der Schulbehörde, bei Fragen zu Corona an unsere Patientenberatung verwiesen. Diese ist derzeit ausschließlich wochentags ab 9 Uhr besetzt.

Hotline der Gesundheitsbehörde und Bürgertelefon

Ihren Patienten und Patientinnen geben Sie bitte aktuell die folgenden Hinweise: Wenden Sie sich für allgemeine Informationen zu Corona an die Hotline der Gesundheitsbehörde unter der Nummer 040 428 284 000 oder an das Bürgertelefon 115

Probenanlieferungen von begründeten Verdachtsfällen (gemäß RKI Definition)

Weiterhin gilt: Probenanlieferungen von begründeten Verdachtsfällen (gemäß RKI Definition) müssen im UKE vorher telefonisch unter 0152 22 81 67 74 angekündigt und mit „Sars-CoV-2-Diagnostik“ eindeutig markiert werden. Informationen zur Kostenübernahme bei Testung finden Sie auf der Seite der KV Hamburg

Schulungsunterlagen für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte
Video zur Probenahme

Auf Youtube finden Sie ein Video zur Probenahme bei Coronavirus-Verdacht von der AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH) / Nasopharyngealabstrich oder Rachenabstrich.

Wichtige weiterführende Links

Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg: Informationen zum Coronavirus

Bernhard-Nocht-Institut: Informationen zum neuen Coronavirus (COVID-19)

BÄK: Empfehlungen, Informationen und Orientierungshilfen für Ärzte

Hilfe für Unternehmen

Über mögliche Hilfsangebote können sich Unternehmen auf der Internetseite der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation informieren.
Ab sofort hat die Wirtschaftsbehörde zudem eine erste Telefon-Hotline geschaltet, an die sich Unternehmerinnen und Unternehmer wenden können. Eine zweite Leitung wurde bereits eingerichtet. Dieses Info-Angebot bezieht sich ausschließlich auf Fragen über mögliche staatliche Hilfsangebote. Die Hotlines sind von montags bis freitags von 9 -17 Uhr zu erreichen unter 040 428 41 1497 sowie 040 428 41 1648.

In eigener Sache: Zustellung von Kammerinfos

Wir bitten alle Hamburger Ärztinnen und Ärzte, die unsere Kammerinfos in den letzten Tagen nicht erhalten haben, uns ihre aktuelle (möglichst private) E-Mail-Adresse für die Kammerinfo mit Angabe ihres Geburtsdatums schriftlich an folgende E-Mail-Adresse mitzuteilen: kammerinfo@aekhh.de.

Wir bitten desweiteren, von Anrufen in der Pressestelle der Ärztekammer Hamburg abzusehen, da wir alle Ärztinnen und Ärzte gleichermaßen informieren müssen. Sobald wir aktuelle Informationen für Sie haben, schicken wir Ihnen eine Kammerinfo per Mail.

Handlungsempfehlungen für Arztpraxen

Die folgenden Broschüren geben Handlungsempfehlungen für Arztpraxen im Pandemiefall:

Influenzapandemie - Risikomanagement in Arztpraxen

Influenzapandemie - Ergänzungen zum Hygieneplan

(Herausgeber: Kassenärztliche Bundesvereinigung, Bundesärztekammer und BGW)