Pandemie

Das Robert-Koch-Institut informiert ausführlich über die notwendigen Vorbereitungen für den Fall einer Pandemie. Zudem sind Informationen für Ärzte zum Erreger der Influenza, Vorkommen, Reservoir, Infektionsweg, Inkubationszeit, Dauer der Ansteckungsfähigkeit, Klinische Symptomatik, Diagnostik, Therapie, Präventiv- und Bekämpfungsmaßnahmen und Falldefinitionen.

www.rki.de

Aktuelle Informationen zum Coronavirus (SARS-CoV-2)

Aus dem RKI
Corona: Auswirkungen der aktuellen Beschlüsse vom 14.10.2020 für Hamburg

Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich am 14.10.2020 darauf verständigt, bei hohen Infektionszahlen frühzeitig durch stärkere Beschränkungen einzugreifen. Zudem hat das Bundesministerium für Gesundheit eine neue Test-Verordnung verabschiedet, die am 15.10.2020 in Kraft getreten ist. Was bedeutet das für Hamburg?

In Hamburg gilt die ausgeweitete Maskenpflicht ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 je 100.000 Einwohner bereits seit Montag. Bei Feiern und Veranstaltungen hat die Freie und Hansestadt bereits jetzt striktere Regelungen als die anderen Bundesländer. Die Teile, in denen die Beschlüsse der Ministerpräsidenten weiter reichen, werden in Kürze in einer neuen Eindämmungsverordnung umgesetzt.

Hamburg setzt darüber hinaus die nationale Teststrategie des Bundes um, die bereits seit dem 15.10.2020 in Kraft ist:

Testanspruch für Kontaktpersonen
Für Kontaktpersonen ersten Grades besteht ab sofort ein Anspruch auf eine kostenlose Testung. Es muss von einem behandelnden Arzt einer SARS-CoV-2-positiven Person oder von dem zuständigen Gesundheitsamt festgestellt werden, dass eine Person Kontaktperson der Kategorie 1 ist. Die Testung kann zum einen am Testzentrum am Hamburger Hauptbahnhof durchgeführt werden. Zum anderen ist eine Testung bei niedergelassenen Ärzten möglich – hierfür muss zuvor telefonischer Kontakt aufgenommen werden. Für die Testung kann die Quarantäne unterbrochen werden. Von einer Anreise mit öffentlichen Verkehrsmittels wird dringend abgeraten. Wichtig: Ein negativer Test befreit nicht von der Quarantänepflicht! Hintergrund ist, dass das Testergebnis nur eine Momentaufnahme ist und eine spätere Erkrankung nicht ausgeschlossen werden kann.

Einreisende aus Risikogebieten
Weiterhin gilt: Wer von Reisen aus Risikoländern zurückkehrt, muss sich verpflichtend auf das Coronavirus testen lassen. Dieser Test bleibt zunächst weiter kostenlos. Bis ein Testergebnis vorliegt, muss die häusliche Quarantäne eingehalten werden. Reisende sind zudem verpflichtet, sich beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Diese Meldung kann online sowie mobil erfolgen, dort können auch bereits vorliegende Testergebnisse an das Gesundheitsamt hochgeladen werden: https://serviceportal.hamburg.de/HamburgGateway/Service/Entry/AFM_MERG. Das Testzentrum am Hamburger Flughafen bleibt weiterhin rund um die Uhr für Reiserückkehrende aus Risikogebieten geöffnet. Weitere Informationen zu Testmöglichkeiten stehen online zur Verfügung: https://www.hamburg.de/faq-tests/.

Einführung von Schnelltests
Für regelmäßige Reihentestungen in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und Einrichtungen der Eingliederungshilfe werden PoC-Antigentests eingeführt. Die Einrichtungen müssen hierzu einrichtungsspezifische Testkonzepte erstellen, nach denen Personal, Betreuende sowie Besuchende getestet werden. Ab wann die Antigentests in großem Umfang verfügbar sind, steht aktuell noch nicht fest. Eine Umsetzung kann daher nur schrittweise erfolgen.

Regelmäßige Testungen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern
Das Personal der stationären Pflegeeinrichtungen soll so schnell wie möglich regelmäßig getestet werden. Solange Schnelltests nicht flächendeckend zur Verfügung stehen, kommen PCR-Tests, die im Labor ausgewertet werden, zum Einsatz.

Für die Krankenhäuser sollen bis zur Verfügbarkeit der Antigentests ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 je 100.000 Einwohner ebenfalls regelmäßige PCR-Testungen für bestimmte prioritäre Bereiche zum Einsatz kommen. Dazu zählen:
• Personal aus onkologischen, neonatologischen und geriatrischen Stationen sowie Intensivstationen,
• alle neuen Mitarbeiter, einschließlich zu Beginn von Ausbildungseinsätzen, vor Aufnahme der Tätigkeit,
• Personal auf COVID-19-Stationen,
• Personal in Notaufnahmen.

Alle wichtigen Informationen sind stets aktualisiert unter www.hamburg.de/corona zusammengestellt. Dort wird auch über geänderte Quarantäne-Regelungen informiert, die vom Bund voraussichtlich zum 8. November geplant sind.

Testung für Reiserückkehrende

Für Einreisende und Reiserückkehrende gilt: Personen, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor ihrer Einreise nach Hamburg in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen sich in Quarantäne begeben und umgehend das für sie zuständige Gesundheitsamt informieren. Für sie ist ein Corona-Test verpflichtend. Die Meldung müssen alle Hamburgerinnen und Hamburger vornehmen – unabhängig von der Art der Einreise, per Flugzeug, Bahn oder Auto.

Sie können sich als Einreisende/r aus einem Risikogebiet über das digitale Meldeformular "Meldung (nach) Einreise aus einem Risikogebiet" melden. Über diesen Online-Dienst kann auch ein bereits vorliegendes, negatives Testergebnis hochgeladen oder abfotografiert und auf diese Weise an das zuständige Gesundheitsamt übermittelt werden.

Die Quarantäne kann nur durch ein negatives Testergebnis vorzeitig aufgehoben werden. 

FAQs zum Thema Testung in Hamburg

Die Testung bestimmter symptomfreier Personengruppen bleibt auch in Praxen weiterhin möglich. Eine Übersicht zu Testmöglichkeiten und Abrechnungsdetails (auch für Privatärztinnen und -ärzte) finden Sie auf der Startseite der KV Hamburg unter Informationen für Ärzte zum Corona-Virus (Sars-CoV-2).

Testzentren

Testzentrum der KV Hamburg am Steintorplatz
Die KV Hamburg hat die beiden Corona-Testzentren an den Notfallpraxen in Altona und Farmsen geschlossen. Es steht somit nur noch das Testzentrum der KV Hamburg am Steintorplatz zwischen Hauptbahnhof und ZOB zur Verfügung. In diesem Testzentrum können sich täglich zwischen 8 und 20 Uhr all diejenigen auf das Corona-Virus SARS-Cov-2 kostenlos testen lassen, die symptomfrei sind und zu den berechtigten Personengruppen gehören. Diese sind: Einreisende aus Risikogebieten, Personen mit behördlicher Anordnung, Personen, deren Corona-Warn-App ein „erhöhtes Risiko“ anzeigt, sowie Angestellte an Hamburger Schulen.

Testzentren am Hamburg Airport
Am Hamburger Airport gibt es zwei Testzentren: Das Testzentrum des DRK und der Stadt Hamburg im Terminal Tango bietet kostenlose Tests für Reiserückkehrer aus RKI-Risikogebieten an, die mit dem Flugzeug am Hamburg Airport ankommen und das Testzentrum von Centogene im Terminal 1 bietet kostenpflichtige Tests für die breite Öffentlichkeit an.
Mehr Informationen unter www.hamburg-airport.de/corona-testzenten

DAK-Harburg
Das DRK Hamburg-Harburg bietet ebenso einen Corona-Test an. Unter der Telefonnummer 040 554449222 können Termine für den Test vereinbart werden (für Personen ohne akute Krankheitssymptome). Die Getesteten müssen für die Speichelentnahme und die Laboruntersuchung die Kosten von 93 Euro selbst tragen.
Mehr Informationen unter www.drk-harburg.hamburg/meldungen-details/informationen-zu-corona.html

BÄK: Abrechnungsempfehlungen im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie nach der GOÄ

Neue Abrechnungsempfehlung ab dem 1.10.2020 zur Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie sowie Verlängerung der „Telemedizin-Psychotherapie-Abrechnungsempfehlungen“

BÄK: Orientierungshilfe der Bundesärztekammer zur Allokation medizinischer Ressourcen am Beispiel der SARS-CoV-2-Pandemie im Falle eines Kapazitätsmangels
Corona-Warn-App: Gemeinsam Corona bekämpfen

Mit der Corona-Warn-App können alle mithelfen, Infektionsketten schnell zu durchbrechen. Sie macht das Smartphone zum Warnsystem. Die App informiert Sie, wenn Sie Kontakt mit nachweislich Infizierten hatten. Sie schützt Sie und Ihre Mitmenschen.

Mehr Informationen unter www.hamburg.de/corona-warn-app/

Sozialbehörde: Änderung der Eindämmungsverordnung

Änderung der Eindämmungsverordnung
Die Sozialbehörde hat in Hamburg eine seit dem 15. Juli geltende weitere Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in der Freien und Hansestadt Hamburg (Hamburgische SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung – HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO erlassen: www.hamburg.de/verordnung (Gesamtausgabe in der Gültigkeit vom 15.07.2020 bis 31.08.2020)

Infektpraxen

Zur Bewältigung der Corona-Pandemie in Hamburg hatte die Kassenärztliche Vereinigung Hamburgs (KVH) an zehn über die Stadt verteilten Standorten sogenannte Infektpraxen eingerichtet. Aufgrund der derzeit niedrigen Zahlen an Neuerkrankungen werden diese jedoch zunächst in eine Art 'Stand-by'-Modus gehen und wieder ihren „Normalbetrieb“ aufnehmen. Ab sofort übernimmt der Arztruf Hamburg 116 117 wieder die Aufgabe der Infektpraxen. Sollte sich das Infektgeschehen erhöhen, können diese jedoch jederzeit die Struktur wieder hochfahren.


Das Konzept der KV Hamburg wurde in enger Abstimmung mit der Gesundheitsbehörde (bis 30.06.2020; ab 01.07.2020 Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration) entwickelt und sieht vor, dass bei einem erhöhten Infektgeschehen Patientinnen und Patienten mit Erkältungsbeschwerden und Corona-Verdacht, die keinen Hausarzt / keine Hausärztin haben oder deren Hausarzt / Hausärztin keine Infektpatientinnen und -patienten behandeln kann, dort zentral diagnostiziert werden.

Meldung an die Gesundheitsämter faxen

Die Gesundheitsämter bitten dringend darum, dass Praxen auf Laboranforderungsscheine für eine SARS-CoV-2 Testung folgende Daten ihrer Patient*innen notieren: Name, Geburtsdatum, Adresse, TELEFONNUMMER der/s Patientin/en. Die Gesundheitsämter können diese sonst abends oder am Wochenende nicht über einen positiven Befund informieren.
Die Gesundheitsämter bitten zudem Ärztinnen und Ärzte darum, sowohl begründete Verdachtsfälle sowie bestätigte COVID-19-Fälle entsprechend der Meldepflicht gemäß §6 IfSG per FAX an das jeweils zuständige Gesundheitsamt zu schicken. In einem neuen Meldeformular des RKI kann nun auch Covid-19 als Krankheit angekreuzt werden und muss nicht gesondert unter „Art der Erkrankung“ formuliert werden. Außerdem ist das RKI Tool dort verlinkt.

RKI-Meldeformular mit "Covid-19 als Krankheit": www.rki.de/Meldeboegen/Arztmeldungen/Covid-19 als Krankheit
Gesundheitsämter-Meldeformular: Meldepflichtige Krankheit gemäß §§ 6, 8, 9 IfSG

Die Faxnummern der Hamburger Gesundheitsämter sind:
Bezirksamt Hamburg-Mitte - Fachamt Gesundheit-Gesundheitsaufsicht, Fax: +49 40 42790-1024
Bezirksamt Altona - Fachamt Gesundheit, Fax: +49 40 42790-2055
Bezirksamt Eimsbüttel - Fachamt Gesundheit, Fax: +49 40 42790-3371
Bezirksamt Hamburg-Nord - Fachamt Gesundheit, Fax: +49 40 42790-4008
Bezirksamt Wandsbek - Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit, Fax: +49 40 42790-5499
Bezirksamt Bergedorf Gesundheitsaufsicht, Fax: +49 40 427 90-6237
Bezirksamt Harburg - Fachamt Gesundheit, Fax: +49 40 427 90-7200

Maskenpflicht

Maskenpflicht: Auslegung der Ausnahmeregelung
Die Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 regelt unter anderem auch die seit Montag, dem 27.04.2020, geltende Maskenpflicht in Hamburg. Allerdings sind in Einzelfällen Ausnahmen möglich. Neben Kindern unter 7 Jahre sind Menschen von der Pflicht ausgenommen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Menschen aufgrund von Vorerkrankungen den erhöhten Atemwiderstand nicht tolerieren können, der durch das Tragen von einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) verursacht wird. Dieser Umstand ist jedoch in geeigneter Weise glaubhaft zu machen; beispielweise durch die Vorlage des Feststellungsbescheids hinsichtlich des Grades der Behinderung, einer entsprechenden ärztlichen Bescheinigung oder eines anderen medizinischen Dokuments wie eines Allergiker-Passes, Medikamentenplans oder eines ärztlichen Befundberichts.


Bisher keine Maskenpflicht in Arztpraxen
Eine generelle Verpflichtung zum Tragen einer Maske in Arztpraxen gibt es nicht. Allerdings können Praxisinhaber auf das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung (MNB) in ihren Räumlichkeiten bestehen, da es nicht in jeder Praxis möglich ist, den Abstand von 1,5 Metern einzuhalten. In einem solchen Fall empfiehlt es sich, dass Patientinnen und Patienten eine MNB tragen (und das Praxispersonal sich auch schützt).

Siehe auch: www.hamburg.de/corona-maske/

Empfehlungen für die Praxis

Empfehlungen zu Möglichkeiten zur Reduktion des Übertragungsrisikos in der niedergelassenen Arztpraxis – Schutz von Patient*innen und Personal aus dem MVZ-Hamburg/ ifi-Institut für interdisziplinäre Medizin/Zentrum Infektiologie.

MVZ-Hamburg/ ifi-Institut für interdisziplinäre Medizin/Zentrum Infektiologie: COVID-19 Möglichkeiten zur Reduktion des Übertragungsrisikos in der niedergelassenen Arztpraxis – Schutz von Patienten und Personal 

Praxisschließungen der KV Hamburg melden
  • KV Hamburg: Praxisschließungen
    Sowohl die veranlassten Schulschließungen* als auch potentielle Quarantänemaßnahmen können zu reduziertem Praxisbetrieb oder zu Praxisschließungen sowie zu einer Gefährdung des Betriebs des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes führen. Um einen Überblick über die Versorgungssituation zu haben und gegebenenfalls rechtzeitig reagieren zu können, um gefährliche Versorgungsengpässe zu vermeiden, benötigen wir unbedingt Ihre Rückmeldung.
    Bitte füllen Sie den Online-Fragenbogen im Online-Portal der KV Hamburg aus. Der Online-Fragebogen befindet sich unter der Rubrik „Coronavirus“. Bitte loggen Sie sich wie gewohnt mit Ihrem persönlichen Zugangsdaten ins Online-Portal und klicken Sie auf die Rubrik “Coronavirus“. Bitte füllen Sie das Online-Formular aus und klicken aus „Absenden“. Der Zugang zum Online-Portal der KV Hamburg ist über das „WebNet“ und über „Sichere Netz der KVen“ erreichbar.

    Sollten Sie gezwungen sein, Ihre Praxis zu schließen, weil Sie in häusliche Quarantäne müssen oder Ihr Praxispersonal aus diesem Grund nicht mehr zur Arbeit kommen kann, ist es nicht notwendig, eine Vertretung zu organisieren.

    *ab dem 27.04.2020 wurden Hamburgs Schulen Schritt für Schritt wieder geöffnet
Telefonische AU-Bescheinigung wieder möglich

Ärzte können Patienten mit einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege seit dem 19.10.2020 wieder nach telefonischer Anamnese krankschreiben. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss am 15.10.2020 angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens beschlossen. Die Regelung gilt zunächst bis Jahresende. Mit der Sonderregelung ist es möglich, dass Ärzte Patienten für bis zu sieben Kalendertage eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen können, ohne dass diese dafür in die Praxis kommen müssen. Eine Verlängerung um weitere bis zu sieben Kalendertage ist im Wege der telefonischen Anamnese einmalig möglich. Die Regelung hatte es bereits zu Beginn der Pandemie gegeben. Sie war befristet und lief angesichts sinkender Infektionszahlen zum 31. Mai aus.

Wiederaufnahme planbarer Behandlungen in Hamburger Krankenhäusern

Um die Corona-Krise zu bewältigen, hatte Hamburg am 24. März 2020 – wie zwischen Bund und Ländern vereinbart – planbare und verschiebbare Operationen, Eingriffe und Behandlungen in den Hamburger Plankrankenhäusern ausgesetzt. Nun soll der Klinikbetrieb in Hamburg schrittweise wieder hochgefahren werden.

Versorgt werden sollen insbesondere Patientinnen und Patienten,

  • bei denen eine Verschiebung der Behandlung zu einer verkürzten Lebenserwartung führen würde,
  • bei denen eine Verschiebung der Behandlung zu einer dauerhaften und unverhältnismäßigen Funktionseinschränkung führen würde (auch bei Verdacht)
  • mit deutlich lebensqualitätseinschränkenden Symptomen (z. B. Schmerz, Luftnot, Behinderung),
  • mit zunehmender Gefahr einer lebensverkürzenden Erkrankung,
  • die mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen stationären Aufenthalt von mehr als 72 Stunden erfordern und keine Intensivkapazität binden.

Die Hamburger Plankrankenhäuser müssen allerdings sicherstellen, dass sie mit dem Aufwuchs an zusätzlichen Beatmungsgeräten die Intensivkapazitäten weiter ausbauen. Betten müssen in ausreichender Zahl (derzeit mindestens 25 Prozent der Intensivbetten sowie zehn Prozent der Gesamtbetten auf den Normalstationen) für COVID-19 Patientinnen und Patienten freigehalten werden. Die Verpflichtung der Gesundheitsbehörde* gilt zunächst bis zum 30. Juni. Die Freihalte-Quote kann jederzeit tagesaktuell und bedarfsorientiert angepasst werden. (Stand: 30. April 2020)

*bis 30.06.2020; ab 01.07.2020 Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration

BGV: Informationen zur Fachkunde Strahlenschutz

BGV* informiert über Ausnahmeregelung zum Strahlenschutzgesetz und zur Strahlenschutzverordnung

Fachkunde Strahlenschutz: BGV setzt Stichtagsregelung aus

*BGV bis 30.06.2020; ab 01.07.2020 Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration

BGV: Fachkräfteregister für freiwillige Helfer

Die BGV* hat ein Fachkräfteregister für freiwillige Helfer eingerichtet, um eine systematisierte Vermittlung an die Bedarfsträger zu gewährleisten.
Folgende Berufsgruppen werden besonders gesucht:

Ärztinnen und Ärzte
Pflegefachkräfte mit Intensiverfahrung
Pflegefachkräfte (Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege)
Pflegehilfskräfte
Medizinstudierende

Wenn Sie im Rahmen der Corona-Pandemie mithelfen möchten, können Sie sich unter folgendem Link registrieren lassen: https://afm.serviceportal.hamburg.de/intelliform/forms/pab_personalabfrage/standard/pab_personalabfrage/index

*bis 30.06.2020; ab 01.07.2020 Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration

Erreichbarkeit der Patientenberatung

Ein wichtiger Hinweis: Verschiedentlich wurde seitens der Behörden, auch z. B. von der Schulbehörde, bei Fragen zu Corona an unsere Patientenberatung verwiesen. Diese ist derzeit ausschließlich wochentags ab 9 Uhr besetzt.

Hotline der Sozialbehörde und Bürgertelefon

Ihren Patienten und Patientinnen geben Sie bitte aktuell die folgenden Hinweise: Wenden Sie sich für allgemeine Informationen zu Corona an die Hotline der Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration (kurz: Sozialbehörde) unter der Nummer 040 428 284 000 oder an das Bürgertelefon 115

Corona-Aufklärung – Übersetzer gesucht

Die „Corona-Initiative“ des Ethno-Medizinischen Zentrums (EMZ), einem gemeinnützigen Kompetenzzentrum für Migrantengesundheit, informiert in 15 Sprachen zum Coronavirus und stellt dafür kostenlos Faltblätter und E-Paper zur Verfügung: corona-ethnomed.sprachwahl.info-data.info/. Die Informationen richten sich nach den Vorgaben von RKI, BMG und BZgA und wurden im Rahmen ehrenamtlicher Zusammenarbeit mit Expert*innen und Fachübersetzer*innen erstellt.

Der Verein sucht weitere Ärzt*innen mit Migrationshintergrund, die eine der gefragten Sprachen beherrschen und die vorliegenden Übersetzungen auf ihre Richtigkeit überprüfen. Derzeit sucht der Verein nach Übersetzenden für Zulu und Lingala, gerne auch weitere verbreitete Sprachen. Kontakt: Anette Metzger, E-Mail: ametzger@ethnomed.com

Probenanlieferungen an das UKE

Weiterhin gilt: Probenanlieferungen müssen im UKE vorher telefonisch unter 0152 22 81 67 74 angekündigt und mit „Sars-CoV-2-Diagnostik“ eindeutig markiert werden. Informationen zur Kostenübernahme bei Testung finden Sie auf der Seite der KV Hamburg

Pflegeeinrichtungen

Präventions- und Handlungsempfehlungen für Wohneinrichtungen der Pflege gemäß § 2 Abs. 4 sowie für Kurzzeitpflegeeinrichtungen gemäß § 2 Absatz 5 des Hamburgischen Wohn- und Betreuungsqualitätsgesetzes

www.hamburg.de/coronavirus/gesundheit/13760548/empfehlungen-wohneinrichtungen-pflege/

Schulungsunterlagen für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte
Video zur Probenahme

Auf Youtube finden Sie ein Video zur Probenahme bei Coronavirus-Verdacht von der AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH) / Nasopharyngealabstrich oder Rachenabstrich.

Wichtige weiterführende Links

Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration: Informationen zum Coronavirus

Bernhard-Nocht-Institut: Informationen zum neuen Coronavirus (COVID-19)

BÄK: Empfehlungen, Informationen und Orientierungshilfen für Ärzte

Hilfe für Unternehmen

Über mögliche Hilfsangebote können sich Unternehmen auf der Internetseite der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation* informieren.
Ab sofort hat die Wirtschaftsbehörde zudem eine erste Telefon-Hotline geschaltet, an die sich Unternehmerinnen und Unternehmer wenden können. Eine zweite Leitung wurde bereits eingerichtet. Dieses Info-Angebot bezieht sich ausschließlich auf Fragen über mögliche staatliche Hilfsangebote. Die Hotlines sind von montags bis freitags von 9 -17 Uhr zu erreichen unter 040 428 41 1497 sowie 040 428 41 1648.

*seit 10. Juni 2020: Behörde für Wirtschaft und Innovation

Springer Medizin: Ärzteportal bietet Initiative Corona-Webinar

Springer Medizin (www.springermedizin.de) hat ein Ärzteportal mit Webinaren oder Videointerviews zum Thema Corona gestartet. Ärztinnen und Ärzte, die auf diesem Portal registriert sind, gelangen über Videoseminare an Wissen rund um den Corona-Virus. Wegen der SARS-CoV-2/Covid-19-Pandemie stellt Springer Medizin diese Inhalte zurzeit kostenfrei zur Verfügung.

Nordkirche bietet kostenlose Seelsorge-Hotline

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) bietet eine kostenlose Seelsorge-Hotline für alle Menschen an, die unter den Folgen der Corona-Krise leiden. Unter der Nummer 0800 4540106 sind bis auf Weiteres täglich von 14 bis 18 Uhr ausgebildete Seelsorgerinnen und Seelsorger der Nordkirche erreichbar. Menschen, die beispielsweise unter emotionalen und psychischen Belastungen oder sozialer Isolation leiden, sowie kranke und alte Menschen, die seelsorgerliche Begleitung brauchen, können sich an die Seelsorgerinnen und Seelsorger wenden.

In eigener Sache: Zustellung von Kammerinfos

Wir bitten alle Hamburger Ärztinnen und Ärzte, die unsere Kammerinfos erhalten möchten, uns ihre aktuelle (möglichst private) E-Mail-Adresse für die Kammerinfo mit Angabe ihres Geburtsdatums schriftlich an folgende E-Mail-Adresse mitzuteilen: kammerinfo@aekhh.de.

Wir bitten desweiteren, von Anrufen in der Pressestelle der Ärztekammer Hamburg abzusehen, da wir alle Ärztinnen und Ärzte gleichermaßen informieren müssen. Sobald wir aktuelle Informationen für Sie haben, schicken wir Ihnen eine Kammerinfo per Mail.

Handlungsempfehlungen für Arztpraxen

Die folgenden Broschüren geben Handlungsempfehlungen für Arztpraxen im Pandemiefall:

Influenzapandemie - Risikomanagement in Arztpraxen

Influenzapandemie - Ergänzungen zum Hygieneplan

(Herausgeber: Kassenärztliche Bundesvereinigung, Bundesärztekammer und BGW)

Das Hamburger Ärzteblatt zur Covid-19-Pandemie

Titelthema des Hamburger Ärzteblatts 05/2020: "Medizinische Aspekte der Corona-Krise und eine Chronik der KVH über die Dynamik der Ereignisse sowie der daraus folgenden Maßnahmen"

In der Juni-Ausgabe des Hamburger Ärzteblatts finden Sie u.a. Teil II der KVH-Chronik (S. 26 bis 29): "Geordneter Rückzug in die "neue Normalität"

"Corona-Pandemie: Erfahrungen und neue Strukturen erleichtern das Krisenmanagement" - den Artikel lesen Sie im Hamburger Ärzteblatt 09/2020 (S. 20 bis 23).

Die genannten Hamburger Ärzteblatter finden Sie im Archiv.