Elektronischer Arztausweis

Seit dem 1. Januar 2016 ist das "Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen" (E-Health-Gesetz) in Kraft.

Zurzeit gibt es nur einen Zertifizierungsdiensteanbieter (ZDA), der für die Produktion elektronischer Arztausweise zugelassen ist. Langfristig sollen weitere hinzukommen.

Was müssen Ärztinnen und Ärzte tun?

Startklar werden: Bis zum 31. Dezember 2018 sollen alle Praxen an die Telematikinfrastruktur angeschlossen sein und als erste Anwendung das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durchführen können. Können sie das nicht, wird Vertragsärzten ab dem 1.1.2019 das Honorar um ein Prozent gekürzt (siehe § 291 Absatz 2b Satz 14 SGB V). Der Gesetzgeber hat die Frist kürzlich um ein halbes Jahr auf den genannten Zeitraum verschoben, weil es immer wieder zu Verzögerungen bei der Bereitstellung der notwendigen Technik gekommen war.

Als weitere Anwendungen sollen das Speichern der Notfalldaten auf der eGK, die elektronische Patientenakte und ein elektronisches Patientenfach folgen.

Es ist daher im Interesse des Praxisinhabers, die Praxis rechtzeitig mit den notwendigen Komponenten auszustatten, um „startklar“ zu werden.

Für den Anschluss ihrer Praxen an die Telematikinfrastruktur erhalten niedergelassene Ärztinnen und Ärzte eine finanzielle Unterstützung. Darauf haben sich KBV und Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) geeinigt. Dabei gibt es sowohl Zuschüsse für die Erstausstattung als auch für den laufenden Betrieb – und damit auch für den elektronischen Arztausweis.
Genauere Informationen finden Sie hier: www.kbv.de

Für einige Anwendungen ist der elektronische Arztausweis schon jetzt erforderlich – so gibt es beispielsweise für elektronische Arztbriefe eine Förderung von 55 Cent – aufgeteilt zwischen Sender und Empfänger – nur dann, wenn diese mit einem elektronischen Arztausweis signiert sind. Wer diese Förderung in Anspruch nehmen will, muss in der Praxis auch die technischen Voraussetzungen in Form von Hard- und Software schaffen.

Weitere Anwendungen des elektronischen Arztausweises werden folgen – so wird er beispielsweise erforderlich sein, um auf die Patientendaten zugreifen zu können, die auf der elektronischen Gesundheitskarte abgespeichert sind. Dies bezieht sich absehbar auf die Anwendungen „Notfalldaten“ und „Medikationsplan“.

Wenn Sie den  elektronischen Arztausweis erst später benötigen, können Sie trotzdem schon jetzt unser kostenloses Angebot der VorabIdentifizierung nutzen: Lassen Sie sich schon einmal im Ärzteverzeichnis identifizieren und stellen Sie den Antrag für den kostenpflichtigen elektronischen Arztausweis erst später.

Verschiedene Identifizierungsverfahren

Es gibt verschiedene Wege zum elektronischen Arztausweis ("Der elektronische Arztausweis - 8 Schritte vom Antrag zur Ausgabe"). Nachdem Sie den Antrag im Internet gestellt haben, müssen Sie sich identifizieren. Das Signaturgesetz schreibt vor, dass die Identität des Antragstellers von einer dafür zugelassenen Stelle geprüft und bestätigt wird. Dabei haben Sie zwei Möglichkeiten: Für eine von beiden müssen Sie sich vor der Antragstellung entscheiden.


PostIdent-Verfahren:
• Hierfür müssen Sie mit Antrag und Ausweisdokument nur zu einer Postfiliale gehen. Die Post übernimmt dann auch gleich den Versand der Dokumente für Sie. Filialen in Ihrer Nähe, die das PostIdent-Verfahren durchführen, finden Sie unter: http://standorte.deutschepost.de/ <Filialen und DHL Paketshops > Suche eingrenzen < --mit speziellem Service-- >: Postident (persönl. Identifikation)


KammerIdent:
• Alternativ können Sie sich auch bei der Ärztekammer Hamburg identifizieren lassen (KammerIdent). Da dies nur von zertifizierten Mitarbeitern durchgeführt werden darf, vereinbaren Sie bitte vorab Ihren persönlichen Termin. Im Online-Terminkalender können Sie für die Beantragung der Identifizierung im Ärzteverzeichnis ihren Wunschtermin buchen.

ApoBank-Kunden: Direkt zum Arztausweis:
• Kunden der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) benötigen kein zusätzliches Identifizierungsverfahren. Ihre Identität wird durch den Abgleich der bei der Bank bereits hinterlegten Daten geprüft. Daher genügt es, wenn sie den Antrag online ausfüllen: (www.apobank.de/lp/e-arztausweis.html)

VorabIdent:
Sie benötigen den elektronischen Arztausweis erst 2018? Dann nutzen Sie unser kostenloses Angebot der Vorab-Identifizierung: Lassen Sie sich jetzt im Ärzteverzeichnis identifizieren und stellen Sie den Antrag später.

Antragstellung und Informationen

Bitte lesen Sie diese Hinweise und Erläuterungen bevor Sie den Antrag stellen!

Wir halten Sie über den Fahrplan zur Beantragung mit weiteren Kammerinformationen, im Hamburger Ärzteblatt und auf unserer Homepage auf dem Laufenden.

Häufig gestellte Fragen zum elektronischen Arztausweis

Was ist der elektronische Arztausweis? Welche Funktionen besitzt der eArztausweis? Für welche Anwendungen brauche ich zukünftig den eArztausweis? Zu diesen und vielen anderen Fragen geben wir Ihnen die Antworten.

FAQ rund um den elektronischen Arztausweis



Online-Terminkalender KammerIdent

Hier können Sie online einen Termin für die Identifizierung im Ärzteverzeichnis buchen.



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Gutachter für das Versorgungsamt

Die Ärztekammer Hamburg gibt elektronische Arztausweise an alle Hamburger Ärztinnen und Ärzte aus, die im Auftrag der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) Gutachten nach dem Schwerbehindertenrecht erstellen. Mit dem elektronischen Arztausweis können sich die ärztlichen Gutachter gegenüber dem Internetportal "GovernmentGateway" im so genannten Gutachterverfahren sicher authentifizieren und zukünftig auch elektronische Dokumente rechtsverbindlich digital unterschreiben. Das Versorgungsamt Hamburg erfüllt damit eine Vorgabe des Hamburgischen Datenschutzbeauftragten.

Auf dem sicheren Bürgerportal der Stadt Hamburg, dem HamburgGateway, finden Ärztinnen und Ärzte auf der Einstiegsseite zum Gutachterverfahren alle aktuellen Informationen zur Installation des Kartenlesegerätes und des eArztausweises sowie allgemeine Hinweise zur Begutachtung im Schwerbehindertenrecht.