Elektronischer Arztausweis/eHBA

Der elektronische Arztausweis ist die Eintrittskarte für Ärztinnen und Ärzte in die Telematikinfrastruktur. Sie benötigen ihn künftig, um auf Daten der elektronischen Gesundheitskarten ihrer Patientinnen und Patienten zugreifen und dort etwa Notfalldaten, Medikationspläne und Patientenakten einsehen, anlegen oder ergänzen zu können. Schon heute dient der elektronische Arztausweis – synonym verwendete Begriffe sind eHBA (elektronischer Heilberufsausweis) oder HPC (Health Professional Card) – zum Signieren und Versenden elektronischer Arztbriefe oder elektronischer Überweisungen. Darüber hinaus kann er auch als digitale Signaturkarte außerhalb des Gesundheitswesens verwendet werden.

Die Telematikinfrastruktur (TI) soll alle Berufsgruppen im Gesundheitswesen miteinander vernetzen und einen sicheren Austausch patientenbezogener Daten ermöglichen. Medizinische Informationen, die für die Behandlung von Patientinnen und Patienten benötigt werden, sollen den unterschiedlichen Akteuren schnell und einfach vorliegen, beispielsweise in Form elektronischer Arztbriefe – natürlich unter Berücksichtigung des Datenschutzes.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Informationen zum Ausweis

Was ist der elektronische Arztausweis/eHBA?

Der elektronische Arztausweis ist eine personenbezogene Chipkarte im Scheckkarten-Format. Er dient als Sichtausweis und attestiert seinem/seiner Inhaber/in die Zugehörigkeit zum Beruf „Arzt“ in der digitalen Welt. Dies ist notwendig, da der Gesetzgeber vorgegeben hat, dass ein Zugriff auf die Daten der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) grundsätzlich nur durch Berechtigte erfolgen darf. Je nach Anwendung sind dies z. B. Ärztinnen und Ärzte oder Apothekerinnen und Apotheker. Daher müssen diese Berechtigten mit einem entsprechenden elektronischen Ausweis ausgestattet sein. Im Vergleich zu allen anderen elektronischen Heilberufsausweisen (z. B. für Apothekerinnen und Apotheker, Rettungsassistentinnen und -assistenten) verfügt der elektronische Arztausweis über die umfassendsten Zugriffsrechte.

Welche Funktionen hat der elektronische Arztausweis/eHBA und wie sieht er aus?

Der elektronische Arztausweis besitzt fünf Grundfunktionen:

1. Als Sichtausweis: Beispielsweise um sich in einer Apotheke als Ärztin oder Arzt auszuweisen.
2. Um sich in der elektronischen Welt als Ärztin oder Arzt auszuweisen.
3. Rechtssicheres Unterschreiben elektronischer Dokumente wird ermöglicht.
4. Zur elektronischen Ver- und Entschlüsselung: zum Beispiel für den sicheren Transport von eArztbriefen.
5. Der elektronische Arztausweis wird benötigt, um auf medizinische Daten zuzugreifen, die auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) abgespeichert sind – das sind zunächst die „Notfalldaten“ und der „Medikationsplan“. Zukünftig wird die „elektronische Patientenakte“ hinzukommen.

Vorderseite (Beispiel)

Rückseite (Beispiel)



Infrastruktur

Die Ärztekammer ist auf Grundlage des Hamburgischen Heilberufe- und Kammergesetzes für die Herausgabe der elektronischen Arztausweise zuständig. Sie bestätigt die Arzteigenschaft des/der antragstellenden Arztes/Ärztin.

Die notwendige technische Infrastruktur, die als Grundlage für die eArztausweise dient, wird jedoch von externen Dienstleistern bereitgestellt. Diese so genannten „Vertrauensdiensteanbieter“ (ehemals „Zertifizierungsdiensteanbieter“) werden gemeinschaftlich von allen deutschen Ärztekammern zugelassen. Sie produzieren die Ausweise und betreiben die technische Infrastruktur, welche die Onlineprüfung von elektronischen Signaturen sowie die notwendigen Sperrdienste ermöglicht. Diese sind erforderlich, sobald eine Karte verloren geht oder die Approbation entzogen wird.

Bisher gab es nur einen Vertrauensdiensteanbieter (VDA), der für die Produktion elektronischer Arztausweise zugelassen war. Seit Herbst 2019 haben Sie die Auswahl unter den folgend aufgeführten, von der gematik zugelassenen, Anbietern.

Aktuelle Vertrauensdiensteanbieter

  • T-Systems (Karte der Generation 2)
  • medisign (Karte der Generation 0)
    Info: Aktuell kann medisign nur Ausweise der Generation 0 produzieren, diese sind mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) nicht kompatibel. Der Anbieter medisign befindet sich im gematik-Zulassungsprozess für den elektronischen Heilberufsausweis der zweiten Generation (G2).

Kosten
Es fallen laufende Kosten für den eArztausweis an. Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte den Angaben Ihres Vertrauensdiensteanbieters.

Verschiedene Identifizierungsverfahren

PostIdent-Verfahren:
• Hierfür müssen Sie mit Antrag und Ausweisdokument nur zu einer Postfiliale gehen. Die Post übernimmt dann auch gleich den Versand der Dokumente für Sie. Filialen in Ihrer Nähe, die das PostIdent-Verfahren durchführen, finden Sie unter: http://standorte.deutschepost.de/ <Filialen und DHL Paketshops > Suche eingrenzen < --mit speziellem Service-- >: Postident (persönl. Identifikation)


KammerIdent:
• Alternativ können Sie sich auch bei der Ärztekammer Hamburg identifizieren lassen (KammerIdent). Da dies nur von zertifizierten Mitarbeitern durchgeführt werden darf, vereinbaren Sie bitte vorab Ihren persönlichen Termin. Im Online-Terminkalender können Sie für die Beantragung der Identifizierung im Ärzteverzeichnis ihren Wunschtermin buchen. Bitte bringen Sie zum Termin Antrag und Ausweisdokument mit.

ApoBank-Kunden: Direkt zum Arztausweis:
• Kunden der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) benötigen kein zusätzliches Identifizierungsverfahren. Ihre Identität wird durch den Abgleich der bei der Bank bereits hinterlegten Daten geprüft. Daher genügt es, wenn sie den Antrag online ausfüllen: www.ehba.de/apobank/

VorabIdent:
Sie benötigen den elektronischen Arztausweis erst später? Dann nutzen Sie unser kostenloses Angebot der Vorab-Identifizierung: Lassen Sie sich jetzt im Ärzteverzeichnis einen Termin geben, an dem Sie sich identifizieren lassen und stellen Sie den Antrag später.

Häufig gestellte Fragen zum elektronischen Arztausweis

Was ist der elektronische Arztausweis? Welche Funktionen besitzt der eArztausweis? Für welche Anwendungen brauche ich zukünftig den eArztausweis? Zu diesen und vielen anderen Fragen geben wir Ihnen die Antworten.

FAQ rund um den elektronischen Arztausweis (Stand: 27.03.2019)



Online-Terminkalender KammerIdent

Hier können Sie online einen Termin für die Identifizierung im Ärzteverzeichnis buchen.

Bitte beachten Sie: Ein KammerIdent Verfahren ohne Termin ist aus Zeitgründen nicht möglich.

Kontakt

Ärzteverzeichnis
Ann-Kristin Boeller, Christiane Funke, Karolina Jankovic, Sonja Kuhlmann, Petra Rieber, Imke Rudolph, Michaela Weier 040 202299-130
Telefonische Sprechzeiten
Mo 09:00 - 13:00 + 13:45 - 16:30 Uhr, Mi 09:00 - 13:00 + 13:45 - 18:00 Uhr, Fr 09:00 - 14:30 Uhr
 
Öffnungszeiten
Mo, Di + Do 09:00 - 13:00 +14:00 - 16:30 Uhr, Mi 09:00 - 13:00 + 14:00 - 18:00 Uhr, Fr 09:00 - 14:30 Uhr
 
verzeichnis@aekhh.de Fax: - 403


Gutachter für das Versorgungsamt

Die Ärztekammer Hamburg gibt elektronische Arztausweise an alle Hamburger Ärztinnen und Ärzte aus, die im Auftrag der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) Gutachten nach dem Schwerbehindertenrecht erstellen. Mit dem elektronischen Arztausweis können sich die ärztlichen Gutachter gegenüber dem Internetportal "GovernmentGateway" im so genannten Gutachterverfahren sicher authentifizieren und zukünftig auch elektronische Dokumente rechtsverbindlich digital unterschreiben. Das Versorgungsamt Hamburg erfüllt damit eine Vorgabe des Hamburgischen Datenschutzbeauftragten.

Auf dem sicheren Bürgerportal der Stadt Hamburg, dem HamburgGateway, finden Ärztinnen und Ärzte auf der Einstiegsseite zum Gutachterverfahren alle aktuellen Informationen zur Installation des Kartenlesegerätes und des eArztausweises sowie allgemeine Hinweise zur Begutachtung im Schwerbehindertenrecht.