Antibiotika

Hamburger Organisationen aus dem Gesundheitswesen, darunter auch die Ärztekammer Hamburg sowie die Kassenärztliche Vereinigung, setzen sich für einen gezielten Einsatz von Antibiotika ein.

Sie haben in der sektorenübergreifenden Landeskonferenz Versorgung zur gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung (HmbSLKV, kurz: LKV) ein Strategie- und Maßnahmenpapier verabschiedet, dass Hamburgerinnen und Hamburger über Antibiotikaverordnungen und Resistenzlage informieren soll. Verschiedenste Maßnahmen sollen Verbesserungen erzielen. Adressaten sind zum einen Patientinnen und Patienten, zum anderen das Personal in den Gesundheitsberufen.

Das Strategie- und Maßnahmenpapier der LKV sowie viele Informationen rund um das Thema Antibiotika hat die Gesundheitsbehörde (BGV bis 30.06.2020; seit 01.07.2020 Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration) auf www.hamburg.de/antibiotika-gezielt veröffentlicht.

Lesen Sie hierzu auch die Artikel aus dem Hamburger Ärzteblatt:

Weitere Informationen

MRE-Netzwerk Hamburg

Das MRE-Netzwerk Hamburg ist ein Zusammenschluss von Akteuren des Gesundheitswesens der Freien und Hansestadt Hamburg und ist überregional tätig. Es wurde 2011 unter der Moderation und Koordination des Gesundheitsamtes Hamburg-Nord mit Unterstützung der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz* gegründet.

Es ist eines von vielen regionalen Netzwerken, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, der Entstehung und Weiterverbreitung multiresistenter Erreger (MRE) effektiv entgegenzuwirken. Ziel ist vor allem ein abgestimmtes Vorgehen medizinischer Einrichtungen, um den Einsatz von Antibiotika gemeinsam zu steuern. 

*BGV bis 30.06.2020; seit 01.07.2020 Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration

KV Hamburg

www.kvhh.net: Patienteninformationen / Glossar / Stichwort: Antibiotika - Behandlung / Resistenzen). Hier finden Sie u.a. die Patientenflyer der KV Hamburg "Antibiotika? Nur wenn sie nötig sind!", sowie "Antibiotika - was Sie wissen sollten" und "Wenn Antibiotika nicht mehr wirken" - beide Flyer auf deutsch und arabisch.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung beantwortet wichtige Fragen zum Thema. Motto: "Alle reden von Antibiotika-Resistenzen... Aber was ist das eigentlich?"

BZgA

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Von A wie Antiinfektiva bis V wie Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE) - und was sich dahinter verbirgt - auf der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) werden "Die wichtigsten Begriffe zum Thema Antibiotika-Resistenzen" erklärt.

www.bundesgesundheitsministerium.de

www.patienten-information.de

Auf www.patienten-information.de - ein Service der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereiniguung - findet man Dokumente zur Methodik und alle benutzten Quellen der Kurzinformationen für Patienten (KiP) "Antibiotika - Behandlung" und "Antibiotika - Resistenzen" sowie weiterführende Links.

 

Robert Koch-Institut (RKI)

Die Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) informiert zum Thema "Antibiotikaresistenzen": Grundwissen Antibiotikaresistenz, Surveillance-Systeme, One Health, Aktivitäten des Robert Koch-Instituts, Antibiotic Stewardship, Aktionspläne und Netzwerke und sowie vielen Informationsmaterialien.

Hier findet auch die Fachöffentlichkeit, Bürger und Patienten Informationen anderer Einrichtungen zum Thema.

RKI - Antibiotikaresistenzen

Leitlinien

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) veröffentlicht Leitlinien zum Thema, unter anderem die S3-Leitlinie - Strategien zur Sicherung rationaler Antibiotika-Anwendung im Krankenhaus.

Paul-Ehrlich-Gesellschaft

Die Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG) veröffentlicht ebenfalls Leitlinien zum Thema, unter anderem die S2k-Leitlinie "Kalkulierte parenterale Initialtherapie bakterieller Erkrankungen bei Erwachsenen – Update 2018".

InfectioApp des Universitätsklinikums des Saarlandes: Antibiotika-Leitlinie für den klinischen Alltag

Die am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) entwickelte InfectioApp ist eine Antibiotika-Leitlinie zur empirischen und gezielten Therapie häufiger Infektionen. Sie stellt Ärztinnen/Ärzten und medizinisches Fachpersonal im klinischen Alltag  Informationen zu Infektionen sämtlicher Organsysteme zur Verfügung. Die App ist kostenfrei.

Alle Informationen auf der Webseite des Universitätsklinikums des Saarlandes.

Fortbildung / Termine / Umfragen

RKI-Umfrage zum Antibiotika-Einsatz (bis 30. Mai 2024)

Antibiotikaresistenzen sind eine der großen Herausforderungen für die globale Gesundheit. Ein Grund für die Entwicklung dieser Resistenzen: Antibiotika werden zu oft und zu schnell verordnet. Im ambulanten Bereich wurden im Jahr 2022 allein in Hamburg rund 515.000 Verordnungen für systemisch wirkende Antibiotika ausgestellt. Das entspricht 312 Verschreibungen pro 1.000 gesetzlich Versicherte.

Gemeinsame Umfrage von RKI und BfArM
Um einen Überblick über die Verordnung von Antibiotika zu bekommen, führt das Robert Koch-Institut gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine Online-Befragung durch. Sie richtet sich an Ärztinnen und Ärzte aller Fachgruppen aus dem stationären und ambulanten Sektor.

Umfrage bis 30.05.2024
Das Ausfüllen der Umfrage dauert circa 8 Minuten. Eine Teilnahme ist noch bis zum 30. Mai 2024 möglich: befragungen.rki.de/Antibiotika. Auf Basis der Umfrageergebnisse will das RKI aktuelle Daten zu Antibiotikaresistenzen für Ärztinnen und Ärzte zielgerichtet aufbereiten und zur Verfügung stellen.

Europäischer Antibiotika Tag

Der Europäische Antibiotikatag ist eine europäische Initiative zur Förderung der öffentlichen Gesundheit. Er findet alljährlich am 18. November statt und soll das Bewusstsein für die Bedrohung der öffentlichen Gesundheit durch Antibiotikaresistenzen schärfen und über die umsichtige Anwendung von Antibiotika informieren.

Mehr Informationen unter antibiotic.ecdc.europa.eu/de/antibiotikatag