Sucht

Aktuelles/Termine

DigiSucht Plattform (Modellphase)

Suchtkranke Menschen suchen sich oft erst spät professionelle Hilfe. Ein neues anonymes und digitales Angebot soll das nun ändern: www.suchtberatung.digital. Hier finden Betroffene kostenfrei und niedrigschwellig Hilfe. Im ersten Schritt können die Nutzerinnen und Nutzer im Rahmen eines Selbsttests überprüfen, ob ein problematisches Suchtverhalten vorliegt. Ist das der Fall, bietet ein Online- Tool die Möglichkeit zur Selbstkontrolle: Mit einem Konsumtagebuch können beispielsweise die Konsummenge und -häufigkeit dokumentiert werden. Auf Wunsch sind auch individuelle Videoberatungen und persönliche Beratungen in einer der professionellen Beratungsstellen möglich. An dem bis September 2023 laufenden bundesweiten Pilotprojekt beteiligen sich drei Hamburger Einrichtungen: Frauenperspektiven, JHJ-Suchtberatung und jugend.drogen.beratung.kö. „Damit wurden bewusst drei sehr verschiedene Angebote ausgewählt, sodass im Rahmen der Online-Beratung ein breites Spektrum abgedeckt wird“, so ein Sprecher der Hamburger Sozialbehörde.

BZgA: Alkoholkonsum früh ansprechen - neuer Leitfaden unterstützt Ärztinnen und Ärzte

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer einen neuen Leitfaden zum Thema Alkoholkonsum entwickelt. Der Leitfaden unterstützt Ärztinnen und Ärzte dabei, Gespräche zum Thema Alkohol mit Patientinnen und Patienten so zu führen, dass diese sich gut beraten fühlen. Unter dem Titel „Alkoholkonsum bei Patientinnen und Patienten ansprechen. Ärztliches Manual zur Prävention und Behandlung von riskantem, schädlichem und abhängigem Konsum“ ist der Leitfaden ab sofort kostenfrei bei der BZgA bestellbar.

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten unter www.kenn-dein-limit.de

Suchtmedizinische Grundversorgung (ab 08.12.2022)

Leitung
Prof. Dr. med. Christian Haasen

Inhalte
Vermittelt werden Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Prävention, Diagnostik, Therapie und Frührehabilitation von Suchterkrankungen. Dabei werden einerseits die Grundlagen der Suchtmedizin, andererseits Besonderheiten der Abhängigkeiten von Alkohol, Tabak, Medikamenten und illegalen Drogen präsentiert. Ein weiterer Schwerpunkt beinhaltet das Erlernen der motivierenden Gesprächsführung und als Besonderheit der Besuch der Ambulanz in Altona. Der Kurs ist Grundlage für den Erwerb der Zusatzbezeichnung „Suchtmedizinische Grundversorgung“.

Zielgruppe
Ärzte in Fort- und Weiterbildung sowie niedergelassene Kollegen, die substituierte Patienten behandeln. Die Zusatz-Weiterbildung "Suchtmedizinische Grundversorgung" ist Voraussetzung für die Durchführung der Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger gemäß Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV), den Richtlinien der Bundesärztekammer und des Gemeinsamen Bundesausschusses.

Referierende
Dieter Ameskamp, Dr. med. Annina Carstens, Georg Farnbacher, Herbert Görne, Prof. Dr. med. Christian Haasen, Prof. Dr. med. Jens Reimer, Dr. med. Mandy Roy, Prof. Dr. med. Ingo Schäfer, Dr. med. Robert Stracke, Dr. med. Peter Strate

Veranstaltungsorte
Fortbildungsakademie der Ärztekammer Hamburg, Weidestr. 122 b, 22083 Hamburg
Ambulanz für substitutionsgestützte Behandlung Altona, Holstenstraße 115, 22765 Hamburg

Termine
Online (Zoom) (26 Unterrichtseinheiten)
Donnerstag, 08.12.2022 von 17:00–20:15 Uhr
Freitag, 09.12.2022 von 09:00–18:30 Uhr
Samstag, 10.12.2022 von 09:00–16:45 Uhr
Mittwoch, 14.12.2022 von 17:00–20:15 Uhr
in Präsenz (24 Unterrichtseinheiten)
Donnerstag, 12.01.2023 von 13:00–18:00 Uhr
Freitag, 13.01.2023 von 09:00–18:00 Uhr
Samstag, 14.01.2023 von 09:00–16:15 Uhr

Weitere Informationen finden Sie hier.

Substitution & Kinderschutz

Kooperationsvereinbarung zur Förderung der Erziehungsfähigkeit von substituierten drogenabhängigen Menschen mit regelmäßigem Umgang mit minderjährigen Kindern sowie der Stärkung des Kinderschutzes

Die Vereinbarung
Anlage 1 (Rechtliche Grundlagen)
Anlage 2 (Indikatoren für Hilfebedarf und Kindeswohlgefährdung)
Anlage 3 (Schweigepflichtentbindung und Datenübermittlung)
Anlage 4 (PSB-Formular)
Anlage 5 (Schaubild zur Kooperation)

Stand: August 2012

Benzodiazepine und deren Analoga

Benzodiazepinabhängigkeit, vermeiden, erkennen und behandeln

Benzodiazepine sind wirksame Arzneimittel. Sie haben jedoch ein hohes Suchtpotential, wenn sie über einen längeren Zeitraum über den Anlass der Verordnung hinaus eingenommen werden. Bei der Verordnung von Benzodiazepinen über einen längeren Zeitraum nimmt die Wirkung wegen der Gewöhnung ab und es treten Entzugssymptome auf – oft diejenigen Symptome, weswegen Benzodiazepine ursprünglich verordnet wurden wie Schlafstörungen und Ängste.

Bei der Ärztekammer wurde eine Arbeitsgruppe (AG) zu dem Thema „Benzodiazepinabhängigkeit vermeiden, erkennen und behandeln“ gebildet. Die AG Benzos befasst sich mit Fragen zu Verordnung (nicht-)medikamentösen Alternativen, Abhängigkeit und Entzug. Sie besteht aus Mitgliedern der niedergelassenen Ärzteschaft, sowie Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, Apothekerkammer und Ärztekammer und berät Ärzte/ Ärztinnen, Patientinnen/Patienten und Apothekerinnen/Apotheker zu dem Thema.

Die Arbeitsgruppe steht für Anfragen für Ärzte/Ärztinnen z.B. zum ambulanten Entzug bei langfristiger Verordnung von Benzodiazepinen oder im Zusammenhang mit einer Praxisübernahme zur Verfügung.

Ansprechpartner

Für Ärzte insbesondere zur Indikation einer Benzodiazepinverordnung, zum Erkennen einer Benzodiazepinabhängigkeit und zum ambulanten Entzug:
Prof. Dr. Christian Haasen (Facharzt für Psychiatrie, Suchtmedizinische Grundversorgung)
Ärztekammer Hamburg
Tel: 040 202299-301
E-Mail: akademie-leitung@aekhh.de

Für Ärzte zum Thema Indikation der Benzodiazepinverordnung, Begrenzung der Verordnungsdauer, Arzneimittelrecht, Vorgehen bei Praxisübernahme:
Pharmakotherapieberatung der KVH, Tel: 040 22802-571

Für Apotheker:
Carina Parnow
Tel: 040 5247583-22
E-Mail: c.parnow@apothekerkammer-hamburg.de

Beratung bei allgemeinen Anfragen von Ärzten/ Ärztinnen und Patienten zum Thema „Arzneimittelmissbrauch von Benzodiazepinen“ durch die gemeinsame Patientenberatung von Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung Hamburg und ggf. Weiterleitung der Anfragen an andere Ansprechpartner:
Dr. med. Ass. jur. Jasper Kiehn
Tel: 040 202299-222
E-Mail: patientenberatung@aekhh.de

Sucht- und Drogenberatungsstellen in Hamburg

Hilfreich für Ärztinnen und Ärzte: In Hamburg gibt es viele Anlaufstellen zum Thema Abhängigkeit.
Eine Liste der wichtigen Sucht- und Drogenberatungsstellen in Hamburg finden Sie unter folgendem Link:

www.hamburg.de/drogenberatung-suchthilfe

Handlungsempfehlung

Gemeinsame Handlungsempfehlung von Ärztekammer Hamburg, Kassenärztlicher Vereinigung Hamburg und Apothekerkammer Hamburg

Handlungsempfehlung (Fassung vom 22. Oktober 2020)



Medikamentenleitfaden

Die Bundesärztekammer hat in Zusammenarbeit mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft einen Leitfaden für Ärzte zum Thema "Medikamente - schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit" erstellt. Er informiert über problematische Arzneimittelgruppen und Möglichkeiten einer Entzugsbehandlung und zeigt auf, wie Patienten mit einer Abhängigkeitsgefährdung frühzeitig erkannt und behandelt werden können. Darüber hinaus bietet er praktische Hilfen zur Kontrolle des eigenen Verschreibungsverhaltens und gibt eine Übersicht über weiterführende Hilfsangebote für betroffene Patienten.

Medikamentenleitfaden (2007)

Merkblatt Medikamentenabhängigkeit (2007)

Suchtinterventionsprogramm

Abhängig? Auch bei Ärztinnen und Ärzten treten Suchterkrankungen und die vielschichtig damit verbundenen Probleme auf. Hierzu hat die Ärztekammer Hamburg ein Suchtinterventionsprogramm entwickelt.