Häusliche Gewalt

In Hamburg gibt es für Opfer von Straftaten eine Reihe von staatlichen und privaten Hilfsangeboten. Hier können Menschen, denen Gewalt angetan wurde rechtliche, psychologische und finanzielle Unterstützung finden. Darüber hinaus erhalten sie Informationen über die Rechte und Leistungen, die Opfern gesetzlich zustehen.

Alle Informationen und hilfreiche Adressen: www.hamburg.de/opferschutz

Aktuelles/Termine

Enquete-Kommission Kinderschutz

Zwei Jahre hat eine Enquete-Kommission Empfehlungen erarbeitet, deren Umsetzung helfen würde, den Kinderschutz in Hamburg weiter zu stärken. Es gilt, Gefährdungen rechtzeitig zu erkennen und zu verhindern, dass Kinder durch das Hilfesystem rutschen.

Die fünf Kernforderungen der Enquete-Kommission

  • Kinderrechte stärken
  • Pflegekinderhilfe - auch hier das Kind im "Mittelpunkt"
  • Qualifizierte professionelle Arbeit der Fachkräfte ermöglichen
  • Für Arbeitsfähigkeit und Zusammenarbeit der Organisationen sorgen
  • Anerkennung der Zivilgesellschaft für den Kinderschutz einfordern

Den Bericht der Enquete-Kommission und weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Hamburgischen Bürgerschaft.

Frühe Hilfen in der Arztpraxis - von der Schnitt- zur Nahtstelle

Die Veranstaltung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Stiftung SeeYou und der Ärztekammer Hamburg.

Termin:
Mittwoch, 13.11.2019 von 17:00-19:00 Uhr

Begrüßung
Dr. med. Sönke Siefert, Geschäftsführer der Stiftung SeeYou am Kath. Kinderkrankenhaus Wilhelmstift, Hamburg
PD Dr. med. Birgit Wulff, Ärztin für Allgemein- und für Arbeitsmedizin, Institut für Rechtsmedizin am UKE, Vizepräsidentin der Ärztekammer Hamburg

 

Moderation
Nicole Hellwig, Diplom-Sozialpädagogin, Landeskoordinatorin Babylotse bei der Stiftung SeeYou, Hamburg

Warum und wofür Frühe Hilfen?
Anne Wittmann-John, Fachabteilung Prävention, Gesundheitsförderung und Öffentlicher Gesundheitsdienst, Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, Hamburg

Psychosoziale Belastungen bei Schwangeren
Dr. med. Anne-Stefanie Schultze-Mosgau, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hamburg

Runde Tische Frühe Hilfen
Gabriele-Friederike Biehl, Familienhebamme, Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen Hamburg-Nord

Interprofessionelle Qualitätszirkel Frühe Hilfen
Dr. med. Katrin Fiebiger, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Hamburg

Babylotse in Frauen- und Kinder- und Jugendarztpraxen
Tina Wilson, Diplom-Sozialpädagogin, Teamleitung Babylotse ambulant bei der Stiftung SeeYou, Hamburg

 

Es findet anschließend eine Diskussion mit den Referenten statt.

Inhalte:
Gesundheits- und Sozialversorgung zusammen denken: Wie kann es gelingen, den gegenseitigen Austausch zu fördern und Übergänge gut zu gestalten?
Die Veranstaltung klärt auf über Ziele und Handlungsfelder der Frühen Hilfen, welche Zielgruppen von Unterstützungsangeboten profitieren können und zeigt Möglichkeiten auf, wie ein Wissenstransfer erfolgen und die systemübergreifende Zusammenarbeit in Hamburg im Sinne des Präventionsgesetzes verbessert werden kann.

Zielgruppe:
niedergelassene Ärzte in der Frauen- und Kinder-/Jugendarztpraxis; Medizinische Fachangestellte

Zur Anmeldung geht es hier.


Durch schwierige Zeiten lotsen - Psychosoziale Prävention

Die allermeisten Eltern wollen gute Eltern sein. Davon sind nicht nur die Babylotsen von SeeYou überzeugt, sondern auch die Mitarbeiter von Hamburger Arztpraxen: Das Programm Babylotse ambulant gibt Starthilfe für Familien in schwierigen Situationen. Lesen Sie mehr dazu im Hamburger Ärzteblatt.

HÄB-Artikel "Durch schwierige Zeiten lotsen" (01/2018)

"Siehst Du was, was ich nicht sehe?"

Was ist zu tun, wenn der Verdacht besteht, dass ein Kind misshandelt, vernachlässigt oder sexuell missbraucht wird? Wie eine gute Zusammenarbeit gelingen kann, diskutierten Ärzte sowie Vertreter von BASFI, Jugendamt und Familiengericht Anfang November 2016 – unter reger Beteiligung des Plenums.

HÄB-Artikel "Siehst Du was, was ich nicht sehe?" (12/2016)

Infoblatt der Ärztekammer Hamburg

Eine Information der Ärztekammer Hamburg. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wer hilft bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung?
Stand: Februar 2019

Wer hilft bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung?

Beratung und Hilfe für Kinder und Jugendliche in akuten Not- und Gefahrenlagen

Tag und Nacht: Kinder- und Jugendnotdienst (KJND) – Kinderschutz-Hotline
Feuerbergstraße 43
22337 Hamburg
Tel: 040 428153200
E-Mail: KJND-Online@leb.hamburg.de
Web: www.hamburg.de/basfi/kjnd/
Flyer Kinder- und Jugendnotdienst (KJND) (Stand: Mai 2018)

Jugendämter der Bezirke
Bei akutem Handlungsbedarf wegen des Verdachts auf Kindeswohlgefährdung erreichen Sie die Jugendämter der Bezirke Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 , Freitag von 8 bis 14 Uhr, Tel: 115 – über den Hamburg Service erfahren Sie die Kontaktdaten des in Ihrem Fall zuständigen Jugendamtes.

Rechtsmedizinische Untersuchungsstelle für Opfer von Gewalt am UKE / KINDER-KOMPT Kompetenzzentrum

Die Rechtsmedizinische Untersuchungsstelle am UKE ist zuständig für die Untersuchung von Kindern bei Verdacht auf Vernachlässigung, Kindesmisshandlung und sexuellen Missbrauch,
Koordinatorin: PD Dr. Dragana Seifert,
Tel: 040 7410 521 27, mobil: 0172 426 80 90 (auch nachts und am Wochenende),
E-Mail: d.seifert@uke.uni-hamburg.de.

Kostenlose gerichtsmedizinische Untersuchung, Beweismittelsicherung und -dokumentation, keine Anzeigepflicht. Ärzte können sich kollegialen Rat einholen - auch ohne Nennung des Patientennamen. Für eine gerichtsmedizinische Untersuchung bedarf es der Zustimmung der Eltern - gegen ihren Willen nur über einen familiengerichtlichen Beschluss oder über eine Inobhutnahme des Jugendamtes.

Web: www.uke.de
Flyer: KINDER-KOMPT Kompetenzzentrum am UKE

Kinderschutzkoordinatoren der Bezirke

Fachliche Beratung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen erhalten Sie bei den Kinderschutzkoordinatoren der Bezirke:

Mitte: Torsten Dobbeck, Tel: 040 428 54-3540,
E-Mail: Torsten.Dobbeck@hamburg-mitte.hamburg.de

Altona: Anne Fleer, Tel: 040 42811-1406, E-Mail: Anne.Fleer@altona.hamburg.de,
Agnes Mali, Tel: 040 42811 3390, Agnes.Mali@altona.hamburg.de

Eimsbüttel: Uta Becker, Tel: 040 42801-2741,
E-Mail: Uta.Becker@eimsbuettel.hamburg.de

Nord: Roland Schmitz, Tel: 040 42804-2132,
E-Mail: Roland.Schmitz@hamburg-nord.hamburg.de

Wandsbek: Gabi Fuhrmann, Tel: 040 42881-3256, E-Mail: Gabriele.Fuhrmann@wandsbek.hamburg.de
Sabine Jepsen, Tel: 040 42881-3253, Sabine.Jepsen@wandsbek.hamburg.de

Harburg: Fachamt Jugend- und Familienhilfe,
Tel: 040 428 71-2009; E-Mail: kinderschutz@harburg.hamburg.de

Bergedorf: Christine Busch, Tel: 040 42891-2869,
E-Mail: Christine.Busch@bergedorf.hamburg.de

Hinweis: Da sich die Kinderschutzkoordinatoren häufig in Beratungsgesprächen befinden und dann telefonisch nicht erreichbar sind, empfiehlt es sich, eine E-Mail zu schreiben. Bitte hinterlassen darin auch Ihre Kontaktdaten.

Weitere Infos zu Angeboten der Jugendhilfe und der Kinder- und Jugendgesundheitsdienste: www.hamburg.de/bezirke

Kinderschutzzentren

Anfragemanagement für Kinderschutz-Einrichtungen des Landesbetriebs Erziehung und Beratung (LEB):
Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, Freitag von 9 bis 14 Uhr (außerhalb dieser Zeiten ist der KJND zuständig)

Tel: 040 428 15 33 33
E-Mail: info@leb.hamburg.de

Alle Hamburger Kinderschutzeinrichtungen sind gelistet im Faltblatt „Kinderschutzeinrichtungen im Landesbetrieb Erziehung und Beratung“ unter: www.hamburg.de/basfi/start-kinderschutz

Netzwerk Frühe Hilfen

Guter Start für Hamburgs Kinder: Das Netzwerk Frühe Hilfen will Kooperationen zwischen Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheitshilfe, Schwangerschaftsberatung, Mütterberatung und den anderen Akteuren aus dem Bereich Früher Hilfen in den Bezirken initiieren.

Weitere Informationen zum Netzwerk und Ansprechpartner in Fachbehörden und Bezirken: www.hamburg.de/fruehe-hilfen

Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) ist das Amt der Bundesregierung für die Anliegen von Betroffenen und deren Angehörigen, für Expertinnen und Experten aus Praxis und Wissenschaft sowie für alle Menschen in Politik und Gesellschaft, die sich gegen sexuelle Gewalt engagieren.

beauftragter-missbrauch.de

Schutz und Beratung

Zufluchtstätten

Mädchenhaus
vorübergehende Wohnmöglichkeit für Mädchen von 13 bis 17 Jahre
Tel: 040 42849265 (Tag und Nacht)
E-Mail: KJND-Maedchenhaus@leb.hamburg.de

Hamburger Frauenhäuser
Frauenhäuser sind eine Zufluchtsstätte für Frauen mit oder ohne Kinder, die von ihren Ehemännern, Freunden, Vätern, Söhnen seelisch und/oder körperlich misshandelt werden. Die Aufnahme erfolgt über die Koordinierungs- und Servicestelle der Hamburger Frauenhäuser „24/7“. Dort können Frauen jederzeit und rund um die Uhr Schutz und Unterkunft finden.

Koordinierungs- und Servicestelle "24/7"
Tel: 040 8000 4 1000
E-Mail: schutz@24-7-frauenhaeuser-hh.de
www.24-7-frauenhaeuser-hh.de

Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen

Die NOTRUF-Beratungsstelle ist eine spezialisierte Trauma- und Opferschutzeinrichtung, die seit 1988 mit Hilfe von öffentlichen Mitteln und Spenden finanziert wird. Sie unterstützt insbesondere Frauen und Mädchen, die Opfer von Vergewaltigungen wurden, dadurch bedroht sind oder denen der Versuch einer Vergewaltigung widerfuhr.

Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen
Beethovenstr. 60
22083 Hamburg
Tel: 040 25 55 66
E-Mail: kontakt@frauennotruf-hamburg.de
www.frauennotruf-hamburg.de

Telefonische Beratung und Terminabsprachen für persönliche Beratungsgespräche

Montag 9:30 – 13:00 Uhr und 15:00 – 19:00 Uhr
Dienstag 9:30 – 13:00 Uhr und 15:00 – 16:00 Uhr
Mittwoch 15:00 – 16:00 Uhr
Donnerstag 9:30 – 13:00 Uhr und 15:00 – 19:00 Uhr
Freitag 9:30 – 13:00 Uhr


Außerhalb dieser Zeiten läuft ein Anrufbeantworter, der täglich, auch an Wochenenden und Feiertagen, abgehört wird. In Krisenfällen erfolgt ein Rückruf auch an Wochenenden und Feiertagen innerhalb von 24 Stunden.

Hilfetelefon Sexueller Missbrauch

Tel: 0800 22 55 530 (kostenfrei und anonym)

Sprechzeiten:
Mo, Mi, Fr: 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Di, Do: 15:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Betroffene von sexuellem Missbrauch und ihre Angehörigen finden auf dem Hilfeportal "Hilfetelefon Sexueller Missbrauch" Unterstützung. Beratung und Therapie sind jedoch wichtige Schritte, um den Missbrauch verarbeiten zu können. Das Portal enthält auch Informationen für Fachkräfte und wie mit präventiven Haltungen, eindeutige Botschaften und Erziehungsweisen zum Schutz vor Missbrauch beitragen können.

www.hilfeportal-missbrauch.de

Sexueller Missbrauch - was tun?

Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) hat in dem Faltblatt "Sexueller Missbrauch - was tun?" Hinweise und Adressen von Beratungsstellen zusammengestellt.

Sexueller Missbrauch - was tun? (Stand: Juni 2013)

Erziehungsberatungsstellen in Hamburg

Auf dieser Website der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) finden Sie Hinweise auf Beratungsmöglichkeiten für Jugendliche und Eltern in staatlichen Beratungsstellen und bei freien Trägern.

www.hamburg.de/erziehungsberatung

Allgemeiner Soziale Dienst (ASD)

Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) ist Teil der Hamburger Bezirksämter. Zu seinen Aufgaben gehört es, Kinder vor Gefährdungen zu bewahren und Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder zu beraten und zu unterstützen. Bei Bedarf vermittelt er an andere kompetente Stellen mit Behördenfinder.

www.hamburg.de/familienwegweiser/38752/allgemeiner-sozialer-dienst/

Ankerland Trauma-Therapiezentrum

Traumatisierte junge Menschen werden oft weder als traumatisiert erkannt noch entsprechend spezifisch behandelt. Häufig bekommen ihre schlimmen Erlebnisse Macht über ihr ganzes Leben und richten psychische und körperliche Schäden an. Das Ankerland Trauma-Therapiezentrum ist eine integrative und ambulante Einrichtung, in der traumatisierte Kinder fernab vom Krankenhaus-Ambiente intensiv und so lange wie nötig behandelt werden.

Ankerland Trauma-Therapiezentrum
Löwenstraße 60
20251 Hamburg
Tel. 040 4686396–00
ankerland.de

Informationen zu Behandlungs- und Therapieangeboten, Hilfe- und Unterstützungsmöglichkeiten sowie weiterführende Angebote gibt es am Trauma-Info-Telefon: 040 63643627.

Dunkelziffer

Hilfe für sexuell missbrauchte Kinder telefonisch und per E-Mail.
Tel: 040 4210700-10 und www.dunkelziffer.de

TelefonSeelsorge

TelefonSeelsorge 0800-111 0 111 (evangelisch), 0800–111 0 222 (katholisch); Elterntelefon: 0800-111 05 50;
Kinder- und Jugendtelefon: 0800-111 0 333.

Die Anrufe sowie die Mail- und Chatberatungen sind kostenfrei.

www.telefonseelsorge.de

Hotline: „Sei stark – hol dir Rat!“

Hotline für Kinder und Jugendliche bei Gewalt, Bedrohung, Mobbing oder Erpressung.
Tel: 040 42 84 90 (Tag und Nacht), www.sei-stark.hamburg.de

Opferhilfe Hamburg

Die Opferhilfe-Beratungsstelle bietet erwachsenen Opfern von Gewalt professionelle Beratung durch Psychologische und Ärztliche PsychotherapeutInnen an. Tel: 040 38 19 93, www.opferhilfe-hamburg.de

Allerleirauh e.V.

Beratung bei sexueller Gewalt an jungen Frauen und Mädchen

Menckesallee 13
22089 Hamburg
Tel: 040 298344-83
Fax: 040 298344-84
E-Mail: info@allerleirauh.de
www.allerleirauh.de

Zu folgenden Zeiten ist die Beratungsstelle verbindlich erreichbar:

Montag 9:30 – 13:00 Uhr
Dienstag 9:30 – 13:00 Uhr und 14:00 – 17:00 Uhr
Mittwoch 9:30 – 13:00 Uhr und 14:00 – 17:00 Uhr
Donnerstag 14:00 – 18:00 Uhr
Freitag 9:30 – 13:00 Uhr
intervento – verikom

Proaktive Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt und Stalking.
Tel: 040 226 226 27, www.verikom.de/projekte/intervento/

lina

www.lina-net.de Portal mit Informationen und Kontakten Hilfsangebote rund um Schwangerschaft, Geburt, junge Familie und Sucht.

NEXUS-Hamburg

NEXUS-Hamburg Netzwerk Hamburger Einrichtungen gegen sexualisierte Gewalt Netzwerk Hamburger Einrichtungen gegen sexualisierte Gewalt. NEXUS bietet Links zu zehn Hamburger Beratungsstellen.

nexus-hamburg.de

Informationen zum Kinderschutzgesetz

Ärztinnen und Ärzte sind gem. § 4 (1) Bundeskinderschutzgesetz (hier KGG) verpflichtet, eine eigene Gefährdungseinschätzung unter Einbeziehung der Eltern (Sorgeberechtigten) vorzunehmen – sofern der Schutz des Kindes hierdurch nicht in Frage gestellt wird.
Ärzte müssen darauf hinwirken, dass Hilfen in Anspruch genommen werden. Hierbei reicht das Aushändigen einer Informationsbroschüre nicht aus. Dabei haben sie einen Anspruch auf Beratung gegenüber dem Träger der öffentlichen Jugendhilfe (§ 4 (2) KGG). Als Berufsgeheimnisträger sind sie zu diesem Zweck befugt, die erforderlichen Daten pseudonymisiert an diese Fachkraft zu übermitteln. Ist die Sicherstellung des Schutzes des Kindes nach Einschätzung der Ärzte nicht möglich, sind sie befugt, das zuständige Jugendamt zu informieren (§ 4 (3) KGG).

Hinweis: Über den Behördenfinder (www.hamburg.de/behoerdenfinder oder die Behördenhotline, Tel: 115) können Sie den zuständigen Allgemeinen Sozialen Dienst in Erfahrung bringen.

Medizinische Kinderschutzhotline

Tel: 0800 19 210 00

Die Medizinische Kinderschutzhotline ist ein deutschlandweites, kostenloses Angebot und 24 Stunden erreichbar. Medizinisches Fachpersonal, wie Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, (Kinder- und Jugendlichen-) Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und Pflegekräfte, können bei Verdachtsfällen von Kindesmisshandlung, Vernachlässigung und sexuellem Kindesmissbrauch die Hotline unter der Rufnummer 0800 19 210 00 in Anspruch nehmen. Hier erhalten sie eine direkt verfügbare, kompetente, praxisnahe und kollegiale Beratung und Fallbesprechung.

Die Fallverantwortung bleibt bei den Anrufenden.

Die Hotline ist ein vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördertes Beratungsangebot.

Mehr Informationen unter www.kinderschutzhotline.de

Schutzbrief gegen weibliche Genitalverstümmelung

Die weibliche Genitalverstümmelung (FGM) ist eine Verletzung der Menschenrechte und verstößt gegen deutsches und internationales Recht. Dennoch sind zwei Millionen Mädchen in über 70 Ländern jedes Jahr aufgrund traditioneller Praktiken davon bedroht. Auch in Deutschland sind Mädchen betroffen. Jetzt weist erstmals ein Schutzbrief darauf hin, dass FGM (Female Genital Mutilation) auch in Deutschland bestraft wird. Wer
die äußeren Genitalien einer weiblichen Person verstümmelt der dies versucht, riskiert eine Gefängnisstrafe von bis zu 15 Jahren. Dies gilt auch dann, wenn der Tatort im Ausland liegt. Eltern, die im In- oder Ausland ihr Kind einer Genitalverstümmelung unterziehen oder andere Personen dazu veranlassen, machen sich ebenfalls straffbar. Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration erhofft sich, dass betroffene Familien auf Heimatbesuch diesen Schutzbrief vorzeigen und sich durch den Hinweis auf die rechtlichen Folgen dem sozialen Druck im Heimatland entziehen.

Fragen zu weiblicher Verstümmelung beantwortet kostenlos das staatliche Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter Tel. 08000 116 016 in 17 Sprachen 24 Stunden täglich.

Der Schutzbrief kann kostenlos als Printversion beim Zentralen Broschürenversand der Sozialbehörde bestellt werden: publikationen@basfi.hamburg.de oder steht als Download unter www.hamburg.de/opferschutz/12138124/schutzbrief-gegen-genitalverstuemmelung zur Verfügung.

Leitfaden Häusliche Gewalt

Der Arbeitskreis Interpersonelle Gewalt (vormals: Häusliche Gewalt) der Ärztekammer Hamburg hat den Leitfaden Häusliche Gewalt für Ärzte und Pflegepersonal entwickelt, um die bedrückende Situation der Opfer zu verändern. Ursachen typischer Verletzungsbefunde sollten von Seiten des Arztes in Klinik oder Praxis offen angesprochen und im Interesse des Opfers standardisiert dokumentiert werden. Hierbei gibt der Leitfaden Hilfestellung.

Leitfaden Häusliche Gewalt

Dokumentationsbogen

Stand: Oktober 2010

HILFE! Mein Baby schreit so viel

In dem Faltblatt "Hilfe! Mein Baby schreit so viel" finden Eltern von Neugeborenen und Kleinkindern Tipps, was Sie selbst tun können, wenn Sie merken, dass Sie das Schreien nicht länger ertragen. In dem Faltblatt steht auch, wer Ihnen in Hamburg weiter hilft.

Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV), die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) und die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG) haben den Ratgeber neu aufgelegt.

Unter www.hamburg.de/schreibabys finden Sie die Bestelladresse für den Flyer, weitere Informationen und Links zu den Beratungsstellen.

Hilfe! Mein Baby schreit so viel

#schüttelntötet – bundesweite Kampagne zur Aufklärung über das Schütteltrauma bei Babys

Die API Kinder-und Jugendstiftung  mit Sitz in Hamburg hat am 12. Dezember 2017 die bundesweite Kino-, Plakat- und Online Kampagne #schüttelntötet ins Leben gerufen, um der breiten Bevölkerung  die Gefahren und Auswirkungen des Schütteltraumas bewusst zu machen.

www.schuettelntoetet.de

BZgA: Bündnis gegen Schütteltrauma

Im Auftrag des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) hat sich Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) unter dem Träger der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zusammen mit dem „Bündnis gegen Schütteltrauma” zur Aufgabe gemacht, über die Folgen des Schüttelns von Säuglingen und Kleinkindern aufzuklären.

Mehr Informationen unter www.bzga.de.

Mehr zum Thema, warum Schütteln so gefährlich ist erhalten Sie unter www.elternsein.info.

Fonds Sexueller Missbrauch

Informationen erhalten Sie auf den Webseiten des Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

www.fonds-missbrauch.de/ + www.bmfsfj.de