Sucht

22. Suchttherapietage in Hamburg

Vom 6. bis 9. Juni 2017 treffen sich Suchtexperten verschiedener Berufsgruppen zu den 22. Suchttherapietagen in Hamburg. Schwerpunkt ist diesmal das Thema „Migrationsspezifische Aspekte süchtigen Verhaltens“. Es gibt viele Gründe, die Menschen dazu bewegen, ihre Heimat zu verlassen und in Europa Zuflucht zu suchen. Zu den häufigsten zählen politische Instabilität, Krieg und Verfolgung. Das deutsche Suchthilfesystem ist aktuell nur unzureichend auf die speziellen Bedarfe dieser und weiterer Gruppen von Migranten eingestellt. Das Forum möchte einen Rahmen bieten, die unterschiedlichen Facetten einer migrationsspezifischen Arbeit in der Suchthilfe zu diskutieren – mit einem besonderen Fokus auf die neuen Entwicklungen und aktuellen Herausforderungen, die sich aus den kulturellen Unterschieden im Umgang mit Suchtmitteln ergeben.

Das vollständige Programm finden Sie unter www.suchttherapietage.de.


Substitution & Kinderschutz

Kooperationsvereinbarung zur Förderung der Erziehungsfähigkeit von substituierten drogenabhängigen Menschen mit regelmäßigem Umgang mit minderjährigen Kindern sowie der Stärkung des Kinderschutzes

Die Vereinbarung
Anlage 1 (Rechtliche Grundlagen)
Anlage 2 (Indikatoren für Hilfebedarf und Kindeswohlgefährdung)
Anlage 3 (Schweigepflichtentbindung und Datenübermittlung)
Anlage 4 (PSB-Formular)
Anlage 5 (Schaubild zur Kooperation)

Stand: August 2012

Benzodiazepine und deren Analoga

Benzodiazepinabhängigkeit, vermeiden, erkennen und behandeln

Benzodiazepine sind wirksame Arzneimittel. Sie haben jedoch ein hohes Suchtpotential, wenn sie über einen längeren Zeitraum über den Anlass der Verordnung hinaus eingenommen werden. Bei der Verordnung von Benzodiazepinen über einen längeren Zeitraum nimmt die Wirkung wegen der Gewöhnung ab und es treten Entzugssymptome auf – oft diejenigen Symptome, weswegen Benzodiazepine ursprünglich verordnet wurden wie Schlafstörungen und Ängste.

Bei der Ärztekammer wurde eine Arbeitsgruppe (AG) zu dem Thema „Benzodiazepinabhängigkeit vermeiden, erkennen und behandeln“ gebildet. Die AG Benzos befasst sich mit Fragen zu Verordnung (nicht-)medikamentösen Alternativen, Abhängigkeit und Entzug. Sie besteht aus Mitgliedern der niedergelassenen Ärzteschaft, sowie Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, Apothekerkammer und Ärztekammer und berät Ärzte/ Ärztinnen, Patientinnen/Patienten und Apothekerinnen/Apotheker zu dem Thema.

Die Arbeitsgruppe steht für Anfragen für Ärzte/Ärztinnen z.B. zum ambulanten Entzug bei langfristiger Verordnung von Benzodiazepinen oder im Zusammenhang mit einer Praxisübernahme zur Verfügung.

Ansprechpartner

Für Ärzte insbesondere zur Indikation einer Benzodiazepinverordnung, zum Erkennen einer Benzodiazepinabhängigkeit und zum ambulanten Entzug:
Prof. Dr. Christian Haasen (Facharzt für Psychiatrie, Suchtmedizinische Grundversorgung)
Altomed MVZ GmbH
Holstenplatz 20b
22765 Hamburg
Tel: 040 3800259
Fax: 040 38619697
E-Mail: c.haasen@altomed.de

Für Ärzte zum Thema Indikation der Benzodiazepinverordnung, Begrenzung der Verordnungsdauer, Arzneimittelrecht, Vorgehen bei Praxisübernahme:
Pharmakotherapieberatung der KVH, Tel: 040 22802-571

Für Apotheker:
Dr. Reinhard Hanpft, Geschäftsführer der Apothekerkammer
Tel: 040 44804830
E-Mail: r.hanpft@apothekerkammer-hamburg.de

Beratung bei allgemeinen Anfragen von Ärzten/ Ärztinnen und Patienten zum Thema „Arzneimittelmissbrauch von Benzodiazepinen“ durch die gemeinsame Patientenberatung von Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung Hamburg und ggf. Weiterleitung der Anfragen an andere Ansprechpartner:
Dr. med. Ass. jur. Jasper Kiehn
Tel: 040 202299-222
E-Mail: patientenberatung@aekhh.de

Sucht- und Drogenberatungsstellen in Hamburg

Hilfreich für Ärztinnen und Ärzte: In Hamburg gibt es viele Anlaufstellen zum Thema Abhängigkeit.
Eine Liste der wichtigen Sucht- und Drogenberatungsstellen in Hamburg finden Sie unter folgendem Link:

www.hamburg.de/drogenberatung-suchthilfe

Handlungsempfehlungen

Gemeinsame Handlungsempfehlung von Ärztekammer Hamburg, Kassenärztlicher Vereinigung Hamburg und Apothekerkammer Hamburg

Handlungsempfehlung

Stand: Februar 2011 / aktualisiert im November 2015


Medikamentenleitfaden

Die Bundesärztekammer hat in Zusammenarbeit mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft einen Leitfaden für Ärzte zum Thema "Medikamente - schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit" erstellt. Er informiert über problematische Arzneimittelgruppen und Möglichkeiten einer Entzugsbehandlung und zeigt auf, wie Patienten mit einer Abhängigkeitsgefährdung frühzeitig erkannt und behandelt werden können. Darüber hinaus bietet er praktische Hilfen zur Kontrolle des eigenen Verschreibungsverhaltens und gibt eine Übersicht über weiterführende Hilfsangebote für betroffene Patienten.

Medikamentenleitfaden (2007)

Merkblatt Medikamentenabhängigkeit (2007)