Migranten

Menschen in Not helfen: Ärztekammer informiert über Rechtslage

Die Ärztekammer Hamburg informiert in einem Faltblatt Ärztinnen und Ärzte über Rechtslage und Möglichkeiten der Kostenerstattung, wenn sie illegal in Hamburg lebende Patienten behandeln.

Broschüre "Menschen in Not helfen"

Achtung: Nach einem Urteil des Bundessozialgerichtes herrschte zunächst Unsicherheit, ob der Nothelfer (Arzt, bzw. Krankenhaus) noch direkt mit dem Grundsicherungsamt abrechnen kann. Nach Auskunft der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) hat der Gesetzgeber am 10.12.2014 nachgebessert und den zum 01.03.2015 in Kraft getretenen § 6a AsylbLG geschaffen, der nahezu wortgleich mit dem § 25 SGB XII einen Nothelferersatzanspruch begründet. Damit gelten die bisherigen Grundsätze der Rechtsprechung zu § 25 SGB XII (einschließlich des verlängerten Geheimnisschutzes) auch wieder für Empfänger des AsylbLG.

Fachanweisungen der BASFI zum Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)

Stand: Juli 2016

Clearingstelle Gesundheitsversorgung Ausländer

Die Clearingstelle Gesundheitsversorgung Ausländer (Clearingstelle zur medizinischen Versorgung von Ausländerinnen und Ausländern) unterstützt Menschen ohne Aufenthaltstitel, die in Hamburg leben, medizinische Versorgung zu erhalten. Sie bietet umfassende Beratung zum Aufenthaltsstatus, zum Sozialleistungssystem und zum Krankenversicherungsschutz. Wenn kein Krankenversicherungsschutz besteht oder hergestellt werden kann, werden Patienten an Ärzte verwiessen, deren Behandlungskosten gegebenenfalls aus einem dafür eingerichteten Notfallfonds bezahlt werden können. Die Beratung erfolgt unter Beachtung datenschutzrechtlicher Maßgaben.

EU-Bürgerinnen und Bürger erhalten Hilfe bei der Klärung ihres Krankenversicherungsstatus und bei der Integration in die Regelversorgungssysteme.

Clearingstelle Gesundheitsversorgung Ausländer am Flüchtlingszentrum Hamburg

Praxis ohne Grenzen sucht noch Fachärzte

Die „Praxis ohne Grenzen“ für Menschen ohne Krankenversicherung ist auf sieben Fachdisziplinen erweitert worden. Es werden noch Ärzte und Medizinische Fachangestellte gesucht, die ehrenamtlich ein- bis zweimal pro Monat mitarbeiten möchten: Gynäkologen, Zahnmedizinische Fachangestellte, ärztliches Pflegepersonal, Hautärzte, Kinderärzte und besonders Augenärzte.
Die Sprechstunde ist zurzeit mittwochs von 15 bis 18 Uhr am Bauerberg in Horn.

Informationen erhalten Sie über E-Mail: info@praxisohnegrenzen-hh.de und unter www.praxisohnegrenzen-hh.de.

Beratungsstellen für Migrantinnen

Amnesty for Women e.V.

Beratungsstelle für Migrantinnen in Hamburg

Schillerstr.43
22767 Hamburg
Tel: 040 384753
Fax: 040 385758
E-Mail: info@amnestyforwomen.de
www.amnestyforwomen.de

LÂLE in der IKB e.V.

Interkulturelle Beratungsstelle für Opfer häuslicher Gewalt/Zwangsheirat

Brahmsallee 35
20144 Hamburg
Tel: 040 30227978
Fax: 040 30227981
E-Mail: lale@ikb-integrationszentrum.de
www.ikb-lale.de



Informationsmaterial vom Robert Koch-Institut

Das Robert Koch-Institut hat zum Thema "Migration und Gesundheit" Informationsmaterial auf seiner Homepage zusammengestellt.

Migration und Gesundheit



Medizinische Versorgung von Flüchtlingen

Die Zahl der in Hamburg angekommenden Flüchtlinge ist hoch. Das Hamburger Ärzteblatt hat in drei Ausgaben 2015/2016 Berichte zur Lage veröffentlicht.

HÄB-Artikel "Langfristige Strukturen schaffen" (07/08 2016)
HÄB-Thema "Medizinische Versorgung von Flüchtlingen" (12/2015)
HÄB-Artikel "Medizin für Menschen auf der Flucht" (09/2015)

BMBF: Seelische Belastungen von Geflüchteten früh erkennen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) führt neue Forschungsverbünde zur psychischen Gesundheit geflüchteter Menschen. Viele Flüchtlinge haben Krieg und Gewalt bis hin zu Folter erlebt. Diese traumatischen Erfahrungen hinterlassen tiefe Spuren und erhöhen das Risiko, psychisch zu erkranken. Zusätzlich müssen sich die neu Zugewanderten in einer für sie fremden Kultur zurechtfinden.

Die vom BMBF unterstützten Forschungsverbünde sollen untersuchen, welche spezifischen Angebote nötig sind, um die Versorgung von geflüchteten Menschen mit psychischen Erkrankungen möglichst schnell zu verbessern. Dieses Ziel kann nur durch eine enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen aus Forschung und Versorgung erreicht werden, so zum Beispiel der Medizin, Psychologie, sowie der Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften. Damit die Forschungsergebnisse zügig in der Versorgung der Patientinnen und Patienten ankommen, sollen neben den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch strukturell relevante Partner an den Forschungsarbeiten mitwirken. Dies können beispielsweise Erstaufnahmeeinrichtungen, Notfallambulanzen oder Krankenkassen sein.

Weitere Informationen unter www.bmbf.de

Ärzte behandeln Flüchtlinge - das muss man wissen

Spezialsprechstunde für Flüchtlinge mit Kriegsverletzungen

Die Abteilung für Plastische, Rekonstruktive und Handchirurgie am Asklepios Klinikum Harburg bietet seit Beginn des Jahres eine Spezialsprechstunde für Flüchtlinge mit Kriegsverletzungen an. Explosionsverletzungen mit Verlust oder Teilverlust von Händen, Füßen, Nasen oder Ohren bis hin zu Schussverletzungen mit Zerstörung von Nerven und Sehnen an den Extremitäten, aber auch Verbrennungen oder nicht heilende Wunden werden hier behandelt.
Die Ärzte möchten Ansprechpartner für erstbetreuende und niedergelassene Kollegen sein und ihnen Behandlungsoptionen für ihre Patienten aufzeigen. Die Kombination aus Plastischer Chirurgie und Handchirurgie bietet gute Möglichkeit, Folgen zu beseitigen, mindestens aber zu lindern, z. B. können bei Nervenzerstörungen an der Hand intakte Sehnen umgelagert werden, sodass ein Greifen wieder möglich ist, oder nicht heilende Wunden nach Verbrennungen durch freien Gewebstransfer zur Abheilung gebracht werden. Hierbei wird eng mit anderen Abteilungen am Klinikum Harburg zusammengearbeitet.

Die Spezialsprechstunde findet immer am Montagnachmittag statt, Terminvereinbarung unter Tel: 040 1818862924, Sekretariat der Plastischen, Rekonstruktiven und Handchirurgie (Chefarzt Dr. Jörg Elsner).

eLearning-Fortbildung "Gesundheitliche Versorgung in (Erst-)Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge"

Die Ärztekammer Westfallen-Lippe hat eine eLearning-Fortbildung zum Thema "Gesundheitliche Versorgung in (Erst-)Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge" konzipiert, die auch für Ärztinnen und Ärzte anderer Bundesländer interessant ist.
Die eLearning-Fortbildung steht allen Interessierten über die Lernplattform ILIAS der Akademie für medizinische Fortbildung der ÄKWL und der KVWL kostenfrei zur Verfügung: www.aekwl.de/ilias.

Kammerinfo der Ärztekammer Hamburg

Aktuelle Informationen versendet die Ärztekammer per E-Mail. Falls Sie diese nicht erhalten, melden Sie sich bitte schriftlich oder per E-Mai beim Ärzteverzeichnis und geben Ihre aktuelle E-Mail-Adresse für den Versand der Kammerinfo frei.

Ärztliche Tätigkeit

Ärztinnen und Ärzte, die in Flüchtlingseinrichtungen ärztlich tätig sind, müssen im Besitz einer Approbation und Mitglied einer Ärztekammer sein – egal, ob die Arbeit vergütet wird oder ehrenamtlich ist. Wer beispielsweise im Ruhestand ist und auf eine freiwillige Mitgliedschaft verzichtet hat, sollte sich vor Aufnahme der Tätigkeit bei der Kammer melden. Auskünfte erteilt gerne das Ärzteverzeichnis (Tel: 040 202299-130).

Berufshaftpflicht-Versicherung

Die Deutsche Ärzteversicherung teilt mit, dass sie Ärztinnen und Ärzten, die Flüchtlinge ambulant behandeln, Versicherungsschutz in der Berufshaftpflicht-Versicherung garantiert. Das gelte für alle laufenden Berufshaftpflichtverträge. Weitere Infos unter Tel: 0221 14822700 der Deutschen Ärzteversicherung.

Nachtrag (September 2016):
Wer als Arzt oder Ärztin Flüchtlinge versorgt – auch wenn das ehrenamtlich geschieht – sollte daran denken, bei seiner Haftpflichtversicherung nachzufragen, ob diese für ausreichenden Schutz sorgt. Denn die Stadt Hamburg sieht eine Staatshaftung für ehrenamtlich tätige Ärztinnen und Ärzte nur in Fällen vor, in denen eine hoheitliche Aufgabe, wie Untersuchungen nach § 62 Asylgesetz, wahrgenommen wird. Darauf hat die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz in einer Antwort an die Ärztekammer Hamburg auf eine entsprechende Anfrage hingewiesen.
Die Deutsche Ärzteversicherung hat beispielsweise schon im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass ihr Versicherungsschutz auch ambulante Behandlungen von Flüchtlingen umfasst. Wer als Ruheständler gar keine Haftpflichtversicherung mehr hat, kann sich bei seiner Versicherung nach einer „Ruhestandsversicherung“ mit überschaubaren Beiträgen erkundigen, die das Risiko gelegentlicher Tätigkeiten abdeckt.

KVH - Abrechnung bei der Behandlung von Flüchtlingen

Alle Informationen, die Vertragsärzte zur Versorgung und zur Abrechnung von Leistungen für Flüchtlinge benötigen, sind auf der Homepage der KVH zusammengestellt. Außerdem werden im Infocenter der KVH (Tel: 040 22802-900) Fragen zu Organisation und detailliertem Leistungsumfang beantwortet.

KVH

BGV - Medizinische Versorgung in der Zentralen Erstaufnahme (ZEA)

Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) bietet Fachinformationen für Leistungserbringer im Gesundheitswesen zum aktuellen Verfahren zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung der Menschen in der Zentralen Erstaufnahme (ZEA).

Informationen der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

BÄK - Medizinische Versorgung von Flüchtlingen

Die Bundesärztekammer hat eine Liste von informativen Links zum Thema "Medizinische Versorgung von Flüchtlingen" auf Ihrer Homepage zusammengestellt.

Medizinische Versorgung von Flüchtlingen

Informationsmaterial vom Robert Koch-Institut

Das Robert Koch-Institut hat zum Thema "Asylsuchende und Gesundheit" Informationsmaterial auf seiner Homepage zusammengestellt.

Asylsuchende und Gesundheit

Ausreisepflicht im Asylverfahren - Das ärztliche Attest: Bedeutung und Anforderung im Verfahren

Gemeinsam mit der Stadt Münster hat die Ärztekammer Westfalen-Lippe eine Broschüre zur Bedeutung und Anforderungen an das ärztliche Attest im Asylverfahren erarbeitet. Sie gibt einen Überblick über das Verwaltungsverfahren und praxisorientierte Empfehlungen zur Erstellung von "Reisefähigkeitsattesten".

"Das ärztliche Attest: Bedeutung und Anforderung im Verfahren"

Leitfaden Deutsch — Arabisch

Der Arzt Eyad Rajab von der Alexianer Klinik Bosse Wittenberg hat ein zweisprachiges Manual für die Krankenhausbehandlung arabisch sprechender Patienten entwickelt. Der Syrer ist Assistenzarzt der Klinik für Neurologie. Mit dem deutsch-arabischen Leitfaden können sich Klinikmitarbeiter und neurologische Patienten ohne Übersetzer verständigen. Es ist verständlich für Menschen aus arabischsprachigen Ländern sowie aus Teilen Afghanistans und Irans. „Bei Interesse sind wir gerne bereit, das Handbuch anderen Krankenhäusern zur Verfügung zu stellen. Vorrangig eignet es sich für die neurologische Differenzialdiagnostik“, sagt Chefarzt Dr. Philipp Feige.

Informationen unter E-Mail: f.widdel@alexianer.de

„Was heißt denn EKG auf Arabisch?“ - Übersetzungshilfe

Die Hamburger Krankenhausseelsorgerin Dr. Christina Kayales hat eine Übersetzungshilfe erstellt: „Was heißt denn EKG auf Arabisch?“ – sie kann über ihre Homepage abgerufen werden: www.kultursensibel.de/übersetzungshilfen
Übersetzungshilfe

BzgA - Arbeiten mit Flüchtlingsfamilien

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat Informationen in vielen Sprachen zur Gesundheit von Flüchtlingskindern, übersichtlich nach Themen sortiert – für Ärzte und Ärztinnen, medizinische Fachkräfte, Kita-Fachkräfte, Familien-/Hebammen, Ehrenamtliche etc. zusammengestellt.

www.kindergesundheit-info.de

BPtK - Ratgeber für Flüchtlingseltern

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat einen Ratgeber für Flüchtlingseltern in vier Sprachen veröffentlicht.

Viele Flüchtlingskinder haben in ihrer Heimat Krieg und Gewalt oder auf der Flucht schreckliche Ohnmacht und Ausgeliefertsein erlebt. Sie leiden oft noch lange an ihren traumatischen Erlebnissen und verhalten sich anders als die Eltern sie kennen. Rund jedes fünfte Flüchtlingskind leidet unter einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Eltern wissen nicht immer, wie sie ihren psychisch belasteten oder erkrankten Kindern helfen können. Deshalb hat die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) einen Ratgeber für Flüchtlingseltern veröffentlicht. Die BPtK informiert darüber, wie sich traumatisierte Kinder und Jugendliche je nach Alter verhalten können. Der Ratgeber zeigt an vielen konkreten Situationen, wie Eltern angemessen reagieren können. Er möchte den Eltern helfen, ihre Kinder besser zu verstehen.

Der Ratgeber liegt in Deutsch, Englisch, Arabisch und Kurdisch vor und kann auf der Homepage der BPtK heruntergeladen werden.

www.bptk.de/publikationen/bptk-infomaterial.html

BZgA - Poster "Achtung! Caution!" - Unfallgefahren in Flüchtlingsunterkünften

Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. hat im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ein Poster entwickelt, das auf die vier häufigsten Unfallgefahren in Flüchtlingsunterkünften hinweist. In Deutsch, Englisch, Persisch und Arabisch steht nur ein Wort als Headline "Achtung!". Das Poster macht mit bildlicher Ansprache auf die vier wichtigsten Gefahren für kleine Kinder in Flüchtlingsunterkünften aufmerksam: den Sturz aus dem Fenster oder vom Etagenbett, Verbrühungen an Kochstellen durch heiße Flüssigkeiten und Vergiftungen durch Haushaltsreiniger.

Das Poster im Format DIN A3 eignet sich als Aushang in Flüchtlingseinrichtungen besonders für Küchen, Flure und Familienzimmer. Es ist außerdem für Aufklärungsgespräche und Informationsveranstaltungen nutzbar. Das Poster kann auch in höherer Stückzahl kostenlos und portofrei bei der BZgA bestellt werden.

Weitere Informationen unter www.bzga.de
 

pro familia informiert

pro familia Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e.V. Bundesverband hat auf seiner Homepage eine Liste mit hilfreichen Links zum Thema "Beratung von Flüchtlingen - Arbeitsmaterialien für Schwangerschaftsberatungsstellen" erstellt.

Darin enthalten:

  • Angebote für Flüchtlinge / in Fremdsprachen
  • Übersetzungshilfen / Fremdsprache
  • Fachinformationen für BeraterInnen
  • Politische Informationen
  • Projekte mit Flüchtlingen bei pro familia

www.profamilia.de

REFUGEE TOOLBOX

Die medizinische Versorgung der geflüchteten Menschen stellt Gesundheitspersonal in ganz Deutschland vor neue Herausforderungen. Eine der größten Hürden ist die Sprachbarriere, die eine normale Behandlung erschwert. Die REFUGEE TOOLBOX ist eine kostenfrei verfügbare online Datenbank und bietet eine relevante Unterstützung für die medizinische Versorgung von Flüchtlingen:

Von Anamnesebögen über Informationsmaterial der einzelnen Erkrankungen in verschiedenen Sprachen bis hin zu den wichtigsten Guidelines zur Behandlung von geflüchteten Menschen sind viele hilfreiche Dokumente verfügbar. Genutzt werden kann die REFUGEE TOOLBOX von Ärztinnen und Ärzten, anderem Gesundheitspersonal, freiwilligen HelferInnen, Mitarbeitern von Behörden und Verwaltungen, aber auch von den Geflüchteten selber. Die Materialien sind Textdokumente, Internetseiten oder Videos auf Arabisch, Deutsch, Englisch, Farsi und viele andere Sprachen.

Darüber hinaus bietet die REFUGEE TOOLBOX auch eine Übersicht über wichtige Gesetzestexte, aktuelle Flüchtlingsstatistiken sowie "best pracice" Beispiele zur Integration. Alle Bereiche werden von ExpertInnen regelmäßig kontrolliert, überarbeitet und ergänzt. Derzeit liegt der Fokus auf dem deutschsprachigen Raum.

www.refugeetoolbox.org

We.Inform. – Welcome Information for refugees and immigrants

Geflüchtete in Hamburger Unterkünften erhalten ab Juli 2016 durch das neue ehrenamtliche Projekt We.Inform. Informationen, die ihnen eine Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben in Hamburg ermöglichen. Die Informationen liegen in den sechs Sprachen Arabisch, Farsi, Sorani, Tirgrinisch, Englisch und Deutsch vor. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Senatorin Dr. Melanie Leonhard.

http://we-inform.de/

REFUGEEUM: Website mit Selbsthilfematerialien für psychisch belastete Flüchtlinge

Studierende und Mitarbeiter des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Universität Hamburg haben gemeinsam ein Online-Selbsthilfeinstrument für psychisch belastete Flüchtlinge entwickelt. Auf der Website können sich Geflüchtete über verschiedene Belastungsreaktionen wie Angst, Traurigkeit oder Wut informieren. Zugleich werden ihnen Selbsthilfestrategien aufgezeigt. Die Informationen sollen Geflüchteten und ihren Angehörigen dabei helfen, solche Belastungsreaktionen besser zu verstehen und das Wohlbefinden zu steigern.

Die Website ist im Rahmen eines Studienprojekts der Arbeitsgruppe Psychologische Migrationsforschung im Institut und der Poliklinik für Medizinische Psychologie des UKE und dem Institut für Psychologie der Universität Hamburg entstanden. Es wurde vom UKE und der Universität im freien Wahlbereich des Fachs Klinische Psychologie und Psychotherapie angeboten. An der Erstellung der Materialien haben sich auch Geflüchtete beteiligt. Darüber hinaus haben ausgebildete Psychologen das Projekt ehrenamtlich unterstützt.

Die Informationen liegen in den sieben Sprachen Serbisch, Arabisch, Albanisch, Persisch, Französisch, Englisch und Deutsch vor.

www.refugeeum.eu


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