Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Hamburger Ärzteblatt 12 2015

8 N A M E N U N D N A C H R I C H T E N H A M B U R G E R Ä R Z T E B L A T T 1 2 | 2 0 1 5 ©Fotolia–tunedin;Tomaschoff Voraussage der Aggressivität von Prostatakarzinomen Forscher aus der Martini-Klinik und dem Institut für Pathologie des Universitätskli- nikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben im Rahmen einer zehnjährigen Studie gezeigt, dass eine wesentlich genauere Voraussage der Aggressivität von Prostata- karzinomen und damit individuellere Therapieentscheidung möglich ist. Wichtig- stes Entscheidungskriterium ist der histologische Malignitätsgrad, genannt „Gleason Grad“. Der ist in fünf Gruppen unterteilt und analysiert, wie groß unter dem Mikro- skop die Abweichung von Tumorzellen zu gesunden Prostatazellen ist und gibt damit ein Maß für die Bösartigkeit des Tumors an. Die Forschergruppe um Prof. Dr. Guido Sauter und Prof. Dr. Thorsten Schlomm konnte mittels der Auswertung der Daten von 12.823 Patienten, deren Prostata chirurgisch entfernt und histologisch aufberei- tet worden war, feststellen, dass eine „quantitative Gleason Gradierung“ mit detail- lierter Angabe der prozentualen Anteile der einzelnen Gleason-Grad-Komponenten eine wesentlich feinere Voraussage der Aggressivität von Prostatakarzinomen erlaubt (European Urology, DOI: 10.1016/j.eururo.2015.10.029). Anhand von 2.971 diag- nostischen Prostatabiopsien der selben Patienten konnten die Wissenschaftler weiter zeigen, dass eine detaillierte quantitative Beurteilung der Gleason-Komponenten in der Stanzbiopsie eine deutlich verbesserte Voraussage der tatsächlichen Situation in der Prostata zulässt. Ziel ist es, Tumore zu identifizieren, die keine Therapie benöti- gen, und mehr Patienten eine aggressive Therapie zu ersparen. | häb Viel Arbeit, große Verantwortung: Die Anforderungen des Arztberufs können auf die Gesundheit gehen 60 Jahre „Ärzte helfen Ärzten“ Seit 60 Jahren kümmert sich die Hartmannbund-Stiftung „Ärzte helfen Ärzten“ um bedürftige Arztkinder und in Not geratene Ärztinnen und Ärzte und stellt damit ein einzigartiges karitatives Hilfswerk innerhalb der Ärzteschaft dar. Der Wunsch, kollegiale Hilfe zu leisten, war und ist der zentrale Gedanke der Stiftung. Unterstützt werden Arztkinder, deren Eltern sich aufgrund von Not- situationen oder persönlichen Schick- salsschlägen in finanziell prekärer Lage befinden sowie Halbwaisen und Waisen aus Arztfamilien. Aber auch Hilfestel- lung bei der Berufseingliederung von Ärztinnen und Ärzten sowie die schnelle und unbürokratische Unterstützung bei Schicksalsschlägen und Notlagen sind ein wichtiger Bestandteil der Stiftungs- arbeit. Die Hartmannbund-Stiftung ruft zur Spende auf: Tragen Sie auch in diesem Jahr dazu bei, diese unverzichtbare Hilfe aufrechtzuerhalten und auszubauen. Spendenkonto der Stiftung: Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG Düsseldorf IBAN DE88 3006 0601 0001 4869 42 BIC DAAEDEDDXXX. Online-Spende unter www.aerzte-helfen-aerzten.de. | häb Das Kuratorium der Stiftung „Hufeland- Preis“ fordert Ärzte und Zahnärzte auf, sich um den „Hufeland-Preis 2016“ zu bewerben. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wurde 1959 erstmals ausgeschrieben und ist die renommier- teste Auszeichnung auf dem Gebiet der Präventivmedizin. Träger des „Hufe- land-Preises“ sind neben der Stifterin des Preises, der Deutschen Ärzteversi- cherung AG, die Bundesärztekammer, die Bundeszahnärztekammer und die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung. Prämiert wird die beste Arbeit auf dem Gebiet der Prä- ventivmedizin. Sie muss ein Thema der Gesundheitsvorsorge bzw. der präven- tionsbezogenen Versorgungsforschung zum Inhalt haben. Die Bewerbung ist bis zum 31. Oktober 2016 unter dem Stichwort „Hufeland-Preis“ in zweifa- cher Ausfertigung einzusenden. Die Ausschreibungsunterlagen erhalten Sie unter www.hufeland-preis.de, unter Tel. 0221/148-30785 oder E-Mail: patrick. weidinger@aerzteversicherung.de. | häb Hufeland-Preis 2016 ist ausgeschrieben Ärztinnen und Ärzte sind in ihrem Beruf starken Belastungen ausgesetzt. Gleichzei- tig fällt es ihnen besonders schwer, sich als Patient mit eigenen Erkrankungen aus- einanderzusetzen. Die Tagung zur Arztgesundheit möchte sich mit den Risiken und Nebenwirkungen des Arztberufs befassen und Wege aufzeigen, Überforderungen zu vermeiden und Krankheiten vorzubeugen. Bei der gemeinsamen Tagung von Ärztekammer und Stiftung Arztgesundheit wer- den viele Themen rund um die Ärztegesundheit berührt. So widmet sich Prof. Dr. Jörg Braun, Gründer der Stiftung Arztgesundheit, der Frage, ob Ärzte anders krank sind als ihre Patienten. Zudem geht es um Suchtgefahren, Burn-out und Suizidprä- vention, aber auch um Infektionsrisiken der medizinisch Tätigen, Kommunikations- strategien und wie jeder die Resilienz stärken kann. Die Tagung findet am Freitag, den 26. Februar (14 –18 Uhr), und Samstag, den 27. Februar 2016 (9.30 –14 Uhr), in der Fortbildungsakademie statt, die Teilnahme- gebühr beträgt 80 Euro. Das vollständige Programm finden Sie im Programmheft im Mittelteil des Hamburger Ärzteblatts auf Seite 3. Die Anmeldung ist im Internet unter www.aerztekammer-hamburg.org/akademieveranstaltungen.html möglich. | dk Erste Hamburger Tagung zur Arztgesundheit H A M B U R G E R Ä R Z T E B L A T T 12 | 2015 IBAN DE88 300606010001486942

Seitenübersicht