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Hamburger Ärzteblatt 12 2015

191 2 | 2 0 1 5 H A M B U R G E R Ä R Z T E B L A T T Albertinen­Diakoniewerk Das Albertinen-Krankenhaus bietet seit Mitte November in der ZEA am Hörgensweg allgemeinmedizinische und gynäkologische Sprechstunden an. Außerdem stellt das Albertinen-Diakoniewerk vorübergehend ein Gebäude auf dem Gesundheitscampus Volksdorf zur Verfügung. Es sollen etwa 65 Plätze für allein reisende Frauen, Schwangere und Mütter mit kleinen Kindern entstehen. Durch die räumliche Nähe zum Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus ist die me- dizinische Versorgung rund um die Entbindung gewährleistet. Agaplesion Diakonieklinikum Das Agaplesion Diakonieklinikum soll an fünf Tagen die Woche die medizinische Erstversorgung in einer ZEA übernehmen. Auf einen Aufruf der Klinikleitung hatten sich gleich 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Ärzteschaft und Pflegepersonal gemeldet. Die Ärz- tinnen und Ärzte aus der medizinisch-geriatrischen Klinik werden gemeinsam mit Pflegekräften die Versorgung übernehmen. Asklepios Kliniken Die Asklepios Kliniken kümmern sich unter anderem um die psy- chiatrische Versorgung von Flüchtlingen: „Vor über einem Jahr fing es an, dass Polizei oder Rettungsdienst uns immer wieder Patienten aus der ZEA Schnackenburgallee brachten, die durch extreme Konfliktsi- tuationen oder durch suizidales Verhalten aufgefallen waren“, erzählt Dr. Ulf Künstler, Chefarzt der Abteilung Psychiatrie und Psychothe- rapie des Asklepios Westklinikums Rissen. Manchmal seien das drei bis vier Patienten pro Nacht gewesen, ihre Versorgung aufgrund der komplizierten Verständigung schwierig gewesen. Einige wurden sta- tionär aufgenommen, aber wo sollten sie weiterbehandelt werden? Die Klinik bot ihre Hilfe an. Seit Februar 2015 halten die Leitende Oberärztin Manoshi Pakrasi und eine Assistenzärztin jede Woche für jeweils fünf Stunden eine psychiatrische Sprechstunde in der ZEA ab. Dabei geht es auch um die Differenzierung der Patienten: Wer hatte auch zu Hause schon eine psychiatrische Erkrankung? Wer ist durch Erlebnisse in der Heimat oder auf der Flucht traumatisiert? Und wer zeigt nur normale psychologische Reaktionen auf eine strapaziöse Flucht und schwierige Lebensverhältnisse? „Wir wollen nicht alle psychiatrisieren“, so Künstler. Für die weniger schweren Fälle helfe die Kurzintervention einer Traumatherapeutin sehr gut. „Seitdem es die Sprechstunde gibt, sind stationäre Aufnahmen wegen suizidalen Verhaltens stark zurückgegangen“, sagt Künstler. In Planung ist jetzt eine Sprechstunde in der ZEA am Rugenbarg in Osdorf. Mittlerweile folgen andere Krankenhäuser: etwa die Asklepios Klinik Nord/Ochsenzoll und das Albertinen-Krankenhaus. In Harburg hat Asklepios ein leerstehendes Bettenhaus auf dem Gelände der AK Har- burg zurVerfügung gestellt. Fördern & wohnen betreibt darin eine Ein- richtung für Schwangere, die dort rund um die Geburt versorgt werden. Bethesda Das Bethesda Krankenhaus Bergedorf bietet seit Anfang November vier allgemeinmedizinische Sprechstunden in der ZEA Kurt-A.-Körber- Chaussee an und setzt dabei vor allem pensionierte Mitarbeiter ein. Moderne Container-Praxis in der Zentralen Erstaufnahme am Rugenbarg. Kernstück ist das Videodolmetschersystem (r.) Eröffnung des Refugee First Response Centers am Rugenbarg: Entwickler, Einrichtungsleitung, Verantwortliche der Stadt sowie das medizinische Team um Prof. Dr. Scherer vom UKE (4. v. r.). (Französisches Sprichwort) freude arbeit die macht ist schon zur hälfte fertig! FÜR SPASS BEI DER ARBEIT: INTELLIGENTE PRAXISSOFTWARE, DIE MITDENKT Wenn alles einfach funktioniert, können sich alle auf die Behandlung der Patienten konzentrieren. So unterstützt medatixx die Abläufe in der Arztpraxis. Und bevor es eine Frage zur Software gibt, ist sie auch schon beantwortet. Per Selbst-Update oder intuitiv. Das freut das Team und die Patienten. Mehr erfahren unter: alles-bestens.medatixx.de alles einfach 1912 | 2015 H A M B U R G E R Ä R Z T E B L A T T

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