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Hamburger Ärzteblatt 05 2016

310 5 | 2 0 1 6 H A M B U R G E R Ä R Z T E B L A T T die spezifische Patientensituation angepasstes Vorgehen. Außerdem können durch vergrößerte Speicherkapazitäten alle Bilder aus den unterschiedlichen Quellen zusammen in der verwendeten Untersu- chungseinheit archiviert und jederzeit zur erneuten Beurteilung wie- der aufgerufen werden. Ureterorenoskopie Mittels Ureterorenoskopie (URS) können Harnleitersteine mit unter- schiedlichen Körbchen und Fasszangen über den Harnleiter entfernt werden (Abb. 1). Mit flexiblen Instrumenten können auch problem- los Steine in den Nierenkelchen erreicht und beseitigt werden (Abb. 2). Sollten Steine zu groß sein, um sie in toto aus dem Harnleiter zu entfernen, kann eine Laserfaser über das Gerät in den Harnleiter ge- schoben werden um sie zu lithotripsieren. Die Fragmente werden dann mittels Körbchen oder Zange herausgezogen. Dabei muss auf- grund des transurethralen Zugangswegs kein Hautschnitt erfolgen. Die Operationstechnik verhindert Narbenbildung. In der Asklepios Klinik Barmbek werden etwa 1.000 ureterorenoskopische Eingrif- fe im Jahr durchgeführt. Dabei werden sowohl Holmium- als auch Thuliumlaser zur Laserlithotripsie mit Laserfasern unterschiedlicher Stärke von 300, 600 oder 900 µm verwendet. Nephrolitholapaxie Bei größeren Nierensteinen (> 1,3 cm) erfolgt die Steinentfernung durch perkutane Nephrolitholapaxie (PNL). Dabei wird über eine Nierenpunktion, unter sonografischer Kontrolle, ein Punktionskanal zur Niere angelegt, über den größere Endoskope eingeführt werden können. Auch Körbchen und Lithotripsie-Geräte haben dabei einen größeren Durchmesser, um schneller größere Steinmassen entfernen zu können. Zudem kann statt einer Laserlithotripsie auch eine Ul- traschalllithotripsie (Abb. 3) oder pneumatische Steindesintegration durchgeführt werden. Dabei können größere Steinmassen in kürze- rer Zeit zerkleinert und direkt abgesaugt werden. In der urologischen Klinik der Asklepios Klinik Barmbek werden im Jahr circa 120 dieser Operationen durchgeführt. Eine Neuerung in diesem Bereich sind die Mini-PNL und Mikro- PNL, die mit noch kleineren Nephroskopen arbeiten und so einen noch kleineren Punktionskanal hinterlassen. Postoperativ hat dies einen geringeren Schmerzmittelbedarf und eine kürzere Kranken- hausverweildauer zur Folge. Jedoch können über die kleineren Punk- tionskanäle auch nur kleine Steinfragmente extrahiert werden, was einen erhöhten intraoperativen Aufwand verursacht und aufgrund der Steingröße nicht für jeden Patienten infrage kommt. Endoskopische Prostata-OP Auch endoskopische Prostataoperationen haben sich in der Urologie etabliert. Die Elektroresektion der Prostata über den transurethralen Zugang ist dabei die klassische OP-Methode bei obstruktiver Pros- tatahyperplasie. Seit einiger Zeit wird jedoch zunehmend auf eine Laserenukleation der Prostata über den transurethralen Zugangsweg umgestellt. Die Vorteile dieser Methode liegen in einer Minimierung der OP-Zeit und einem reduzierten Nachblutungsrisiko. Das Verfah- ren kann auch bei sehr großen Prostatavolumina ohne deutliche OP- Zeitverlängerung gegenüber der Elektroresektion angewandt werden. Bei Prostatavolumina >100 ccm konnten Patienten, im Zeitalter der Elektroresektion, nur offen-chirurgisch operiert werden. Durch Einführung der Laserenukleation oder -vaporisation der Pros- tata kann auch diesen Patienten ein minimalinvasives Verfahren mit unterschiedlichen Lasern (Holmium-, Thulium- und Greenlightla- ser) angeboten werden. Alle drei Laser werden bei circa 350 Pro- statalaserungen im Jahr, je nach Indikation und Komorbiditäten, eingesetzt. Hamburg gilt als Trendsetter für die Laserenukleation der Prostata. Fast 50 Prozent der Operationen zur Behandlung der beni- gnen Prostatahyperplasie wurden hier in der Stadt auf diesem Wege durchgeführt. Endoskopische Therapie von Blasentumoren Die primäre Therapie und Diagnosesicherung von Blasentumoren wird ebenfalls endoskopisch durchgeführt. Die transurethrale Resek- tion von Harnblasentumoren ist eine Standardoperation und wird in unserer Klinik rund 450 Mal im Jahr eingesetzt. Dabei können ober- flächliche Tumoren mit einer bipolaren Elektroschlinge mit kurativer Zielsetzung reseziert werden Eine komplette, konventionelle Blasen- entfernung wird erst bei muskelinvasiven Tumoren durchgeführt. Nach einer transurethralen Resektion benötigt der Patient deutlich weniger Schmerzmittel und kann in der Regel schon nach zwei Tagen aus der stationären Behandlung entlassen werden. Große Zentren für Endourologie und Laparoskopie in Deutschland, zu denen auch die Asklepios Klinik Barmbek gehört, bieten alle ge- nannten technischen Neuerungen an. Somit kann eine individuell zu- geschnittene, optimale Therapie unter Berücksichtigung aller derzeit verfügbaren minimalinvasiven und konventionellen Behandlungsop- tionen für jeden Patienten zu ermöglicht werden. Literaturverzeichnis im Internet unter www.aekhh.de/haeb-lv.html Dr. Ann Kathrin Orywal Urologische Klinik Asklepios Klinik Barmbek Email: a.orywal@asklepios.com - Tibarg 54 I 22459 Hamburg I www.berater-heilberufe.de I Tel.: 040 554 994 0 Wir freuen uns, wieder zu den Top-Adressen in Deutschland zu gehören und danken unserem kompetenten Team von Mitarbei- tern und Partnern. Der Erfolg unserer Mandanten ist unser Ziel, das wir immer ganzheitlich in steuerlichen und unternehmeri- schen Beratungen verfolgen. 40 Jahre Erfahrung zeichnen uns als Beratungsspezialist im Gesundheitswesen aus. Durch ständige Fort-und Weiterbildung bleiben wir am Puls der Zeit. Wir geben Antworten auch auf die Fragen von morgen. „Beste Empfehlungen- Qualität für Heilberufe“ GESUNDHEIT & PHARMAZIE 2016 STEUERKANZLEI DEUTSCHLANDS GRÖSSTE STEUERKANZLEIEN IM VERGLEICH Erfolgreich bei FOCUS-Befragung wurde erneut die Fachkompetenz der Steuer- beratungskanzlei Krumbholz König & Partner mbB auch von Steuerfachkollegen bestätigt und in den Bereichen „Gesundheit und Phar- mazie“, „Betriebswirtschaftliche Beratung“, „Allgemeine Beratung und Steuererklärung“ sowie „Finanzämter“ ausgezeichnet. v.l. Mathias König, Heinz-Günter Fritsche, Steuerberater und Partner bei Krumbholz König & Partner mbB mbB Steuer+Unternehmensberatung KRUMBHOLZ KÖNIG & PARTNER 3105 | 2016 H A M B U R G E R Ä R Z T E B L A T T Tibarg 54 I 22459 Hamburg I www.berater-heilberufe.de I Tel.: 0405549940

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