Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Hamburger Ärzteblatt 05 2016 - Editorial

Willkommen beim Deutschen Ärztetag 30 5 | 2 0 1 6 H A M B U R G E R Ä R Z T E B L A T T E D I T O R I A L „Vom 24. bis zum 27. Mai wird Hamburg das gesundheitspolitische Zentrum Deutschlands sein. Wir freuen uns, dass wir nach 25 Jahren wieder Gastgeber sind.“ Der Mai ist der Monat des Ärztetags. In diesem Jahr ist es uns eine besondere Freude, die Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland und der ganzen Welt, aber auch die Mit- arbeiter der Verbände und Organisationen zum 119. Deut- schen Ärztetag in der Freien und Hansestadt zu begrüßen. Vom 24. bis zum 27. Mai wird Hamburg das gesundheits- politische Zentrum Deutschlands sein. Wir freuen uns, dass wir nach 25 Jahren wieder Gastgeber dieser landesweit größ- ten medizinpolitischen Zusammenkunft sein dürfen. Der Ärztetag setzt sich traditionell mit einer Fülle von The- men auseinander, die Vergangenheit, Gegenwart und Zu- kunft der Medizin berühren. Unser Ehrenpräsident Prof. Dr. Winfried Kahlke erlebte bereits 1969 seinen ersten Deut- schen Ärztetag und weiß über politische Ereignisse genauso zu berichten wie über Anekdoten am Rande (siehe Interview S. 19). Ihr besonderes Augenmerk möchte ich außerdem auf eine Ausstellung zur nationalsozialistischen Verquickung der Ärzteschaft in der Psychiatrie im Foyer des Rathauses lenken. Ab dem 25. Mai bis zum 19. Juni kann sie täglich besucht werden. Die Plenumsdebatten des Ärztetags sind zugleich Rechen- schaftsbericht des Vorstands. Wir werden daher noch ein- mal die Debatte um den ärztlich begleiteten Suizid aufarbei- ten, bei der die Ärzteschaft ja eine entscheidende Rolle für die Beschlüsse des Bundestags gespielt hat. Auch die Schwei- gepflicht des Arztes wird ein Thema sein – vor allem, wenn er Kenntnisse über andere gefährdende Gesundheitsproble- me seines Patienten erhält. Der Germanwings-Absturz vom März 2015 und die politischen Schlussfolgerungen daraus sind sicher zu diskutieren. Unlängst verabschiedete der Deutsche Bundestag ein „Anti- korruptionsgesetz“. Es stellt im Gesundheitswesen Beschäf- tigte unter Strafe, wenn sie sich bei Behandlungsentschei- dungen von eigennützigen Überlegungen zulasten ihrer Patienten korrumpieren lassen. Wir haben sehr erfolgreich bei der Gestaltung dieses Gesetzes mitgewirkt. Es verhin- dert ungerechtfertigte Anprangerung von Ärzten, bestraft den Bestechenden genauso hart wie den Bestochenen und schafft Rechtssicherheit für die riesige Mehrzahl anständig arbeitender, unkorrumpierbarer Kolleginnen und Kollegen. Zukunftsthema ist aber sicher auch das Medizinstudium. Der „Masterplan 2020“ der Bundesregierung gibt Gelegen- heit, über Zulassungsbedingungen für Medizinstudierende genauso zu reden wie über die Ausgestaltung des Studiums und den Gewinn praktischer Erfahrungen. Und natürlich gehören die Verhandlungen zu einer neuen GOÄ auf den Tisch. Wir müssen sachlich, unaufgeregt und zukunftsori- entiert über unsere Forderungen aus der Vergangenheit und die zukünftigen Veränderungsmöglichkeiten diskutieren. Ich empfehle dazu auch den Artikel auf Seite 16, in dem der Sachstand der Verhandlungen beschrieben wird. Natürlich gibt es noch viele weitere Themen, die wir behan- deln werden (siehe Programm Seite 40). Von der Preisbil- dung für innovative Medikamente bis zu ökonomischen Verführbarkeiten durch Bonusverträge für leitende Kran- kenhausärzte – ein breites Potpourri spannender Themen. Und wie immer wird am Ende des Ärztetags das Gefühl ste- hen: Es hätte noch so viel zu besprechen gegeben … Ich wünsche uns allen, dass der Deutsche Ärztetag in Ham- burg ein Erfolg wird, wenn es darum geht, die Einigkeit der Ärzteschaft zu demonstrieren. Wenn es uns gelingt, Einzel- interessen hintanzustellen und das große Ganze in den Vor- dergrund zu rücken, dann wird dieser Ärztetag ein Erfolg für uns alle! ©UlrikeSchacht Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery Präsident der Ärztekammer Hamburg und der Bundesärztekammer 305 | 2016 H A M B U R G E R Ä R Z T E B L A T T

Seitenübersicht