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Hamburger Ärzteblatt 05 2016

G E S U N D H E I T S P O L I T I K Hieraus ein Scheitern der Verhandlungen abzuleiten ist voreilig. Hätte der Vorstand diesem Papier zustimmen sollen? Dann wä- ren die Fehler rechtswirksam geworden. Das wäre für die Kolleginnen und Kollegen sicher wesentlich schlimmer gewesen. Insofern war das Verhalten des Vorstands nachvollziehbar richtig und im Interesse der Ärzteschaft. Wie kann es weitergehen? Die Verhandlungen werden auf der Ebene BMG, PKV, Beihilfe und BÄK fortgeführt. Dabei muss die Legendierung der Leistun- gen (die größtenteils noch auf den Papieren und Anhörungen von 2011 bis 2013 beruht) gemeinsam mit den relevanten Fachgesell- schaften in Anwesenheit von BMG und Kostenträger einem Faktencheck und einer Anpassung unterzogen werden. Diese Anhö- rungen werden ab dem Mai 2016 stattfinden und sich in den Herbst 2016 hineinziehen. Schließlich muss eine Bewertung der legen- dierten Leistungen auf Basis betriebswirt- schaftlicher Grundlagen, aber auch der ge- wünschten Effekte hin zu einer Stärkung der zuwendungsorientierten Medizin erfolgen. Dabei wird man sich realistischerweise von populistischen Maximalforderungen lösen müssen. Wer heute noch 30 Prozent oder gar 70 Prozent Inflationsausgleich fordert, wird scheitern. Er zementiert stattdessen die alte GOÄ und bekommt nichts an Steigerung. Diesem steht die Zusage der Kostenträger entgegen, der Ärzteschaft eine Steigerung ihrer Ausgaben um 5,8 Prozent zuzugeste- hen. Da die GOÄ etwa 16,2 Milliarden Euro im Jahr bewegt, entspräche diese Steigerung zwischen sicheren 800 Millionen und ge- schätzt einer knappen Milliarde Euro. Wir haben es also mit dem klassischen Phä- nomen zu tun: Wähle ich die Taube auf dem Dach oder den Spatz in der Hand? Die Verhandlungen werden weitergehen. Es gilt jetzt, vermehrt auf zwei Ebenen zu verhandeln. Auf der politischen Ebene liegt die Verantwortung eindeutig bei mir: Die Verhandlungen werden wieder zur Chefsa- che. Auf der Verhandlungsebene brauchen wir aber einen mit der GOÄ-Anwendung erfahrenen Arzt als Vorsitzenden des GOÄ- Ausschusses der BÄK und ein personell und materiell gestärktes Dezernat. Dazu wird der Deutsche Ärztetag auch vermehrt Finanzmit- tel freigeben müssen. Auf der Entscheidungs- ebene wird sich außerdem der Vorstand der BÄK mit der GOÄ weiter intensiv befassen. Am Ende wird uns eine neue GOÄ gelingen, die zukünftigen Ärztegenerationen Rechts- sicherheit liefert und lästige Diskussionen mit privaten Krankenversicherern, Beihil- festellen oder verärgerten Patienten erspart; die aber auch die politische Realität der von der Beihilfe abhängigen Länderhaushalte er- kennt und den Patienten vor Überforderung schützt. In einem Satz: „Wir wollen eine GOÄ, die nicht den Ast absägt, auf dem wir alle sitzen.“ Die GOÄ wird Thema auf dem 119. Deutschen Ärztetag vom 24. bis 27. Mai 2016 in Hamburg sein. Das Programm finden Sie auf Seite 40. Koll iumoquoll iumoquloqul ioquiuoquu65. Kolloquium 25. Mai 2016 • 17:00 Uhr Die interdisziplinäre Behandlung des Rektumkarzinoms – Neue Verfahren Die gastroenterologische Diagnostik • MRT – mehr als schöne Bilder • Neuheiten in der neoadjuvanten Therapie • TAMIS - Erste Erfahrungen zum „bottom up“ beim tiefen Rektumkarzinom Ze rtifiziert du rch Ärztztz ekakak mmer Hamama burgg 3Punkte Ausführliche Information und Online-Anmeldung unter www.albertinen-kolloquium.de Seit dem 19. Januar 2006 findet in regelmäßigen Abständen das Albertinen-Kolloquium statt, auf dem wir über neue Entwicklungen im Bereich der verschiedenen Fachdisziplinen des Albertinen-Krankenhauses und des Ev. Amalie Sieveking-Krankenhauses informieren möchten. Die Veranstaltungen werden bei der Ärztekammer Hamburg zur Akkreditierung als Fortbildungsveranstaltungen angemeldet. Wir freuen uns auf Ihr Kommen. in besten Händen

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