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Hamburger Ärzteblatt 04 2016 - Impressum

36 H A M B U R G E R Ä R Z T E B L A T T 0 4 | 2 0 1 6 A U S K A M M E R U N D K V F O R U M M E D I Z I N Impressum Offizielles Mitteilungsorgan der Herausgeber Ärztekammer Hamburg und Kassenärztliche Vereinigung Hamburg Schriftleitung Für den Inhalt verantwortlich Prof. Dr. Christian Arning Prof. Dr. Martin Scherer Redaktion Stephanie Hopf, M.A. (Leitung) Claudia Jeß Korrektur: Birgit Hoyer (Fr.) Redaktion und Verlag Hamburger Ärzteverlag GmbH & Co KG Weidestraße 122 b, 22083 Hamburg Telefon: 040/202299-205 Fax: 040/202299-400 E-Mail: verlag@aekhh.de Anzeigen elbbüro Stefanie Hoffmann Bismarckstraße 2, 20259 Hamburg Telefon: 040/31 81 25 58, Fax: 040/31 81 25 59 E-Mail: anzeigen@elbbuero.com Internet: www.elbbuero.com Gültig ist die Anzeigenpreisliste Nr. 46 vom 1. Januar 2016 Anzeigenschluss Textteilanzeigen: 15. April Rubrikanzeigen: 20. April Abonnement Jährlich 69,98 Euro inkl. Versandkosten Kündigung acht Wochen zum Halbjahresende Geschäftsführer Donald Horn Mit Autorennamen gekennzeichnete Beiträge stellen nicht in jedem Falle die Meinung der Redaktion dar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor. Grafische Konzeption Michael von Hartz (Titelgestaltung) Druck SDV – Die Medien AG Auflage: 18.377 Redaktionsschluss ist am 15. April Das nächste Heft D E R B L A U E H E I N R I C H Auszug aus: „Altes Land“ von Dörte Hansen, Seite 274 ff. © 2015 Knaus Verlag, München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH, 19,99 Euro. Ausgewählt von Stephanie Hopf Entschleunigung Der Sommer auf dem Land war wie ein Krieg. Die Natur blies zur Attacke, und sie kannte keine Gnade. Man konnte nicht mit ihr verhandeln … Im ersten Sommer hatten sie gelacht, sie fanden alles witzig. So viel Kolumnenstoff, die Gummistiefelwelt, er hatte mühelos sein erstes Buch geschrieben. Über die Schnecken und Insekten, die Gewölle, die die wilden Katzen ihnen vor die Haustür würgten, über Wühlmäuse in den Beeten und Maulwurfshügel im frisch gesäten Rasen. Über die Bauern, die keinen Spaß verstanden und alles ausradierten, was sie als Schädling definierten. Über Kopfsteinpflasterer, die mit dem Moped kamen und Sülze mit den Fingern aßen. Es war ein gutes Buch, bei aller Selbstkritik, das durfte er schon sagen, ironisch, geistreich, es verkaufte sich noch immer, vierte Auflage, das sollten ihm die Ex-Kollegen erst mal nachmachen. Er sah Eva draußen an den Nesseln reißen. Im Winter kämpf- te sie mit Depressionen, im Sommer mit dem Unkraut. Die Möwen saßen schreiend in den Bäumen vor dem Haus, die Frösche seiner Nachbarn erreichten Spitzenwerte von 80 Dezibel, er hatte es gemessen. Es dröhnten die Traktoren, die Rasenmäher, die Motorsägen, das ganze Alte Land schien ständig abgeholzt zu werden, ein Wunder, dass noch Bäume standen. Hörsturz, plus Tinnitus. „Kürzertreten, mein Lieber“, sagte sein Hausarzt, „kein Stress, kein Lärm.“ Er nahm jetzt Ohropax, wenn er sich konzentrieren musste, aber das Fiepen, rechts vor allem, wurde nicht weniger davon. „Das hast du jetzt von deiner Scheißentschleunigung!“ Evas Reaktion war nicht ganz das gewesen, was man von seiner Ehefrau erwartete, wenn man mit einem hochfrequenten Tinnitus nach Hause kam. Unauffällige Zyste und geringe Spermatozele im rechten Hoden, deutlichere Spermatozele mit geringer tubulärer Ektasie des Rete testis (TERT) im linken Hoden Im rechten Nebenhoden kleine, echofreie tubuläre Strukturen (Bild 1). Im rechten Hoden eine 0,6 x 0,4 Millimeter echofreie Zyste in Nähe des Mediastinum testis bei ansonsten unauffälligem Befund (Bild 2). Im linken Hoden finden sich vom Hodenhilus ausgehend kleine eng beieinanderliegende zystische Strukturen mit zum Teil kleinsten Verkalkungen in den dazwischen liegenden Septen (Bild 3 ). Zum oberen Pol des linken Hodens zeigt sich eine circa 2,5 Zentimeter große zystische Auftreibung des Nebenhodens (Bild 4). Es handelt sich dabei nicht um einen malignen Tumor, sondern um eine vom Nebenhoden ausgehende Retentionszyste im Sinne einer Spermatozele mit im Hodenhilus geringer tubulärer Ektasie des Rete testis (TERT) (Bild 5). In der Nachanamnese berichtet der Patient von stattgehabten Epididymitiden, die möglicher- weise ursächlich sind. Da die Schmerzen insgesamt selten seien und die Befunde nicht maligni- tätsverdächtig, wünschte der Patient keine chirurgische Resektion, sondern wird sonografische Kontrollen im Rahmen der Vorsorge wahrnehmen. I H R E D I A G N O S E ? Lösung: Quiz Seite 37 erscheint am 11. Mai 36 H A M B U R G E R Ä R Z T E B L A T T 04 | 2016 Telefon: 040/31812558, Fax: 040/31812559

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