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Hamburger Ärzteblatt 04 2016

© Radiologie, Institut für Pathologie, UKE ...noch besser, wenn man dabei Mäuse spart. Natürlich ist die Qualität unserer Arbeit und unserer Produkte, das Wichtigste, wenn es darum geht, für Ihre Patienten eine optimale orthopädische Versorgung zu ge- währleisten. Wenn Sie in Ihrer Praxis Bandagen verordnen, liefern wir ein Premiumprodukt: zum Beispiel Train-Aktivbandagen der Qualitäts- marke BAUERFEIND. Sie sind individuell größenmäßig perfekt angepasst und auf das jeweilige Belastungsprofil ausgerichtet. Sie lassen sich leicht anlegen und schnüren nicht ein. Kunden- freundlich angepasst ist schließlich sogar der Preis: Ihre Patienten bezahlen bei uns nicht mehr als die gesetzlich festgelegte Zuzahlung: € 5,– bis max. €10,– und keinen Cent mehr. Vergleichen Sie diese Konditionen doch ruhig einmal. Sie werden den Vorteil schnell erkennen. Fotos: BAUERFEIND AG Carepoint KG im Spectrum am UKE Martinistr. 64 · 20251 Hamburg Telefon: 040 / 411 61 09-0 Telefax: 040 / 411 61 09-61 E-Mail: info@carepoint.eu Internet: www.carepoint.eu 31 0 4 | 2 0 1 6 H A M B U R G E R Ä R Z T E B L A T T Im Herbst 2013 wird während eines ersten dreistündigen Eingriffs die dorsale Instrumentation von Th 5 bis Th 11 vorgenommen. Der Patient wird danach 24 Stunden lang auf der Intermediate-Care-Station über- wacht. Es gibt keine Komplikationen, er erholt sich schnell von der OP. Der zweite Eingriff kann bereits drei Tage später stattfinden. In 14 Stunden wird in interdisziplinärer Zusammenarbeit der Tumor en bloc reseziert, ein Aortenersatz durchgeführt und ein Wirbelkörper- ersatz über drei Wirbelkörperetagen eingebracht. Dafür erfolgt zu- nächst eine posterolaterale Doppelthorakotomie, um einen Zugang sowohl zu der linken A. subclavia als auch zu der distalen thorakalen Aorta zu ermöglichen. Zuerst wird ein temporärer 10-Millimeter-Da- cron-Bypass von der linken A. subclavia zur distalen Aorta descen- dens gelegt. So kann während der Zeit des thorakalen Aortenersatzes zur weiteren distalen Perfusion auf den Gebrauch einer Herz-Lun- gen-Maschine verzichtet werden. Dieses ist zur Vermeidung einer weiteren Metastasierung bei maligner Erkrankung essenziell. Die Aorta wird dann distal der linken A. subclavia sowie an der distalen Aorta descendens abgeklemmt und in makroskopisch tumorfreiem Bereich abgesetzt. Das betroffene Aortensegment wird in situ belassen und anschließ- send im Rahmen der En-bloc-Resektion entfernt. Diese umfasst die Wirbelkörper Th 7 bis Th 9 und den entsprechenden Aortenabschnitt. Die Prozedur wird modifiziert, indem ein dorsales Wirbelkörper- fragment von 5 Millimeter Dicke belassen wird, um die OP-Dauer zu verkürzen und den Spinalkanal vor Schäden durch Manipulation zu schützen. Das Resektat misst insgesamt 15 x 8 x 4 Zentimeter. Der Wirbelkörperersatz über 3 Etagen wird eingebracht. Im Anschluss erfolgt die endgültige aortale Versorgung mit einem 22-Millimeter- Dacron-Interponat der thorakalen Aorta. Der initial angelegte Bypass wird abgesetzt. Während der Operation ist eine Massentransfusion von 19 EKs, 18 FFPs und 2 TKs notwendig. Zustand nach der OP Postoperativ wird der Patient auf der Intensivstation überwacht. Er kann nach 4 Tagen bereits wieder aufstehen, abgesehen von Hypäs- thesien der Dermatome Th 7–10 links zeigt sich kein neurologisches Defizit. Die Hypästhesien sind 12 Monate postoperativ unverändert. In den postoperativen Röntgen- und CT-Kontrollen ist eine regelrechte Lage der eingebrachten Instrumentation und des Wirbelkörperersatzes sichtbar. 3 Wochen postoperativ wird der Patient in gutem Allgemein- zustand aus der Klinik entlassen. Nach 3 Monaten kann er bereits wie- der Fahrrad fahren und leichten Sport treiben. 12 Monate postoperativ ist er ebenfalls wohlauf und sportlich aktiv. Die abschließende pathologische Untersuchung zeigt ein hoch malig- nes Osteosarkom osteoblastischen Typs. Die Ränder des Resektats sind tumorfrei, mit Ausnahme des kranialen Absetzungsrands der Aorta. Dieser ist mit vitalen Tumorzellen infiltriert. Es wird insgesamt eine R1- Resektion erreicht. Eine adjuvante Chemotherapie wird angeschlossen. Zusammenfassend kann gezeigt werden, dass ein solch riesiger Eingriff nach sorgfältigem Abwägen von Nutzen und Risiken zur Therapie ei- nes solchen Tumors geeignet sein kann. Neuerungen sind insbeson- dere, die Operation ohne Herz-Lungen-Maschine durchzuführen, eine zwischenzeitliche distale Perfusion mittels Shunt sicherzustellen und das Belassen eines dorsalen Wirbelkörperfragments zum Schutz des Spinalkanals und zur Optimierung der OP-Zeit. Literaturverzeichnis im Internet unter www.aekhh.de/haeb-lv.html Dr. Amrei Pilger Regio Klinikum Pinneberg, Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Wiederherstellungschirurgie E-Mail: amrei.pilger@sana.de Abb. 4: Ergebnisse der pathologischen Untersuchung: A: Makroskopischer Aspekt: beige-graues knotiges extraossäres Tumorgewebe zwischen Wirbelkörper und Aorta mit einigen intraossären Herden und einer dünnen auskleidenden Membran im Aortenlumen B: Kontaktradiologie: multifokale pathologische Ossifikationsherde im Tumorgewebe C: Mikroskopischer Aspekt: atypische mesenchymale Infiltrate mit Bildung von tumorösem Osteoid (obere Hälfte), typisch für das osteoblastische Osteosarkom (HE-Färbung, 100-fache Vergrößerung) Telefon: 040 / 4116109-0 Telefax: 040 / 4116109-61 04 | 2016 H A M B U R G E R Ä R Z T E B L A T T

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