Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Hamburger Ärzteblatt 04 2016

Neues aus der Wissenschaft N A M E N U N D N A C H R I C H T E N H A M B U R G E R Ä R Z T E B L A T T 0 4 | 2 0 1 6 10 Erhöhtes Herzinfarktrisiko bei hohem HDL-Cholesterin? Die koronare Herzkrankheit wird wesentlich auf die Auswirkungen von Unterfor- men des Serum-Cholesterins zurückgeführt. Dabei sind die Effekte des „schlech- ten“ LDL-Cholesterins gut belegt. Im Gegensatz dazu ist die Rolle des „guten“ HDL-Cholesterins noch nicht vollständig aufgeklärt. Erhöhte HDL-Werte sind mit einem geringeren Herzinfarktrisiko verbunden; allerdings bewirken Medikamente, die das HDL-Cholesterin erhöhen, keine koronare Risikoreduktion. Eine Arbeits- gruppe aus Philadelphia beschreibt nun einen Gendefekt, der mit hohen HDL- Werten und gleichzeitig erhöhtem Atheroskleroserisiko verbunden ist (Zanoni P et al. Science 2016; 351: 1166-1171). Aus Tierversuchen ist bereits bekannt, dass eine Abnahme hepatischer HDL-Rezeptoren, die HDL von Lipiden befreien, hohe HDL-Werte und gleichzeitig eine Zunahme der Atherosklerose bewirkt. Offenbar ist nicht allein die Anwesenheit von HDL-Cholesterin oder seine Konzentration im Serum relevant für den Schutz vor Atherosklerose: große Bedeutung hat auch die Stoffwechselfunktion am HDL-Molekül in der Leber. | ca 10 Eine Ausfahrt an die mecklenburgische Ostseeküste startet der Ärztliche Kultur- kreis am Samstag, 16. Juli 2016. Mit dem Bus geht es zunächst in die Hansestadt Wismar, mit Reisebegleitung folgt eine Rundfahrt über Poel, anschließend eine Schiffstour durch die Wismarer Bucht. Wieder in Wismar angekommen, unter- nehmen die Teilnehmer einen geführten Stadtrundgang durch die über 780 Jahre alte Hansestadt. Abfahrt ist um 9 Uhr am Theodor-Heuss-Platz an der Shell-Tank- stelle am Dammtor-Bahnhof, Zurückkehr etwa um 20 Uhr. Kosten: 63 Euro pro Person, einschließlich Mittagessen. (Deut- sche Apotheker-und Ärztebank, IBAN: DE80300606010002825589). Dr. Hans Melderis hält am 11. Mai 2016 um 17 Uhr den Vortrag „Von der Doppel- helix zur Genschere“ in der Ärztekammer, Weidestr.122 b, 13. Ebene (siehe S. 32). Melderis beleuchtet den wissenschaftli- chen Hintergrund, der zur Entdeckung der Doppelhelix führte, und beschreibt die weitere Entwicklung der Genforschung bis zur Entschlüsselung des gesamten menschlichen Genoms. Informationen auf der Homepage der Ärztekammer Ham- burg unter www. aekhh.de. Anmeldung für beide Veranstaltungen per E-Mail an kulturkreis-hh@web.de oder an das Post- fach 650347, 22363 Hamburg. | häb Ärztlicher Kultur- kreis lädt ein Eine Vortragsreihe des Medizinhistori- schen Museums Hamburg beleuchtet das Verhältnis von Krankheit, Schmerz und Musik: Referenten aus Medizin, Musik- wissenschaft, Literaturwissenschaft und Musiktherapie werden so unterschiedli- che Themen wie die Wirkung von Musik auf unser Gehirn, den Zusammenhang von Erinnerung, Musik und Psychoana- lyse, die Bedeutung von Musik im Krieg, den Einsatz von Musik in der Schmerz- behandlung erörtern. Es beginnen am 12. April Prof. Dr. E. Sebastian Debus und Dr. Fiona Rohlffs mit dem Vortrag „Musik und Medizin: Möglichkeiten zur Heilungsförderung durch Musik“. Sechs weitere Termine folgen. Veranstaltungs- ort ist das Fritz-Schumacher-Haus (Haus N30.b) am UKE, Martinistraße 52. Mehr Infos unter www.uke.de/kliniken- institute/institute/geschichte-und-ethik- der-medizin/medizinhistorisches-museum/ krankheit-schmerz-musik.html. | häb Vorträge: Krankheit, Schmerz, Musik Die Geschichte der deutschen Ärzteschaft wäh- rend des Nationalsozialismus hat viele Facetten. Eine davon ist, dass psychisch und neurologisch kranke und behinderte Menschen als Belastung für die deutsche „Volksgemeinschaft“ angese- hen wurden. Mit schrecklichen Folgen: Bis zu 400.000 Menschen wurden zwischen 1933 und 1945 zwangssterilisiert, mehr als 200.000 er- mordet. Über die Voraussetzungen der Morde, über die Opfer und Täter informiert die Wan- derausstellung „erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im National- sozialismus“, die anlässlich des Deutschen Ärz- tetags vom 23. Mai 2016 bis einschließlich 19. Juni 2015 im Hamburger Rathaus zu sehen sein wird. Die Umsetzung der Ausstellung in Ham- burg wird von Prof. Jürgen Gallinat und Prof. Dr. Martin Härter, Universitätsklinikum Ham- burg-Eppendorf, organisiert. Bitte unterstützen Sie mit Ihrer Spende die Durchführung dieser wichtigen Ausstellung. Sie wurde von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosoma- tik und Nervenheilkunde (DGPPN) unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck in Kooperation mit den Stiftungen Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Topographie des Ter- rors am 27. Januar 2014 im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestags in Ber- lin eröffnet. Seitdem wird sie im In- und Ausland gezeigt (weitere Informationen: www.dgppn.de/ausstellung). Spendenkonto: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburger Sparkasse IBAN: DE54 2005 0550 1234 3636 36, Kennwort: Wanderausstellung 1479/002 Spendenaufruf für Ausstellung Ihre Unterstützung ist wichtig Katalog zur Wanderausstellung Frank Schneider, Petra Lutz (Hrsg.): Erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus. Springer-Verlag, 19,99 Euro Zeugnis der Zeit Zum Deutschen Ärztetag soll die Wanderausstellung „erfasst, verfolgt, vernichtet.“ im Hamburger Rathaus gezeigt werden. H A M B U R G E R Ä R Z T E B L A T T 04 | 2016 IBAN: DE54 200505501234363636, Kennwort: Wanderausstellung 1479/002

Seitenübersicht