Häusliche Gewalt

In Hamburg gibt es für Opfer von Straftaten eine Reihe von staatlichen und privaten Hilfsangeboten. Hier können Menschen, denen Gewalt angetan wurde rechtliche, psychologische und finanzielle Unterstützung finden. Darüber hinaus erhalten sie Informationen über die Rechte und Leistungen, die Opfern gesetzlich zustehen.

Alle Informationen und hilfreiche Adressen: www.hamburg.de/opferschutz

Veranstaltungen

Bauchschmerzen bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen

Die Veranstaltung richtet sich vorwiegend an Medizinisches Assistenzpersonal. 

Termin:
Mittwoch, 26.04.2017 von 15:00-17:00 Uhr

Nähere Informationen zu den Inhalten und den Referenten finden Sie hier.

Plötzlicher Säuglingstod (SID) - Prävention Schütteltrauma

Die Veranstaltung richtet sich vorwiegend an Medizinisches Assistenzpersonal.

Termin:
Mittwoch, 13.09.2017 von 15:00-17:00 Uhr

Nähere Informationen zu den Inhalten und den Referenten finden Sie hier.

"Siehst Du was, was ich nicht sehe?"

Was ist zu tun, wenn der Verdacht besteht, dass ein Kind misshandelt, vernachlässigt oder sexuell missbraucht wird? Wie eine gute Zusammenarbeit gelingen kann, diskutierten Ärzte sowie Vertreter von BASFI, Jugendamt und Familiengericht Anfang November 2016 – unter reger Beteiligung des Plenums.

HÄB-Artikel "Siehst Du was, was ich nicht sehe?" (12/2016)

Infoblatt der Ärztekammer Hamburg

Eine Information der Ärztekammer Hamburg. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wer hilft bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung?
Stand: November 2016

Wer hilft bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung?

Beratung und Hilfe für Kinder und Jugendliche in akuten Not- und Gefahrenlagen

Tag und Nacht: Kinder- und Jugendnotdienst (KJND) – Kinderschutz-Hotline
Feuerbergstraße 43, 22337 Hamburg, Tel: 040 42 84 90, E-Mail: KJND-Online@leb.hamburg.de

Jugendämter der Bezirke
Bei akutem Handlungsbedarf wegen des Verdachts auf Kindeswohlgefährdung erreichen Sie die Jugendämter der Bezirke Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 , Freitag von 8 bis 14 Uhr, Tel: 115 – über den Hamburg Service erfahren Sie die Kontaktdaten des in Ihrem Fall zuständigen Jugendamtes.

Rechtsmedizinische Untersuchungsstelle für Opfer von Gewalt am UKE / KINDER-KOMPT Kompetenzzentrum

Die Rechtsmedizinische Untersuchungsstelle am UKE ist zuständig für die Untersuchung von Kindern bei Verdacht auf Vernachlässigung, Kindesmisshandlung und sexuellen Missbrauch,
Koordinatorin: PD Dr. Dragana Seifert,
Tel: 040 7410-531 32/ -521 27, mobil: 0172-426 80 90 (auch nachts und am Wochenende),
E-Mail: d.seifert@uke.uni-hamburg.de.

Kostenlose gerichtsmedizinische Untersuchung, Beweismittelsicherung und -dokumentation, keine Anzeigepflicht. Ärzte können sich kollegialen Rat einholen - auch ohne Nennung des Patientennamen. Für eine gerichtsmedizinische Untersuchung bedarf es der Zustimmung der Eltern - gegen ihren Willen nur über einen familiengerichtlichen Beschluss oder über eine Inobhutnahme des Jugendamtes.

Kinderschutzkoordinatoren der Bezirke

Fachliche Beratung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen erhalten Sie bei den Kinderschutzkoordinatoren der Bezirke:

Mitte: Torsten Dobbeck, Tel: 040 428 54-3540,
E-Mail: Torsten.Dobbeck@hamburg-mitte.hamburg.de

Altona: Anne Fleer, Tel: 040 42811-1406, E-Mail: Anne.Fleer@altona.hamburg.de,
Agnes Mali, Tel: 040 42811 3390, Agnes.Mali@altona.hamburg.de

Eimsbüttel: Uta Becker, Tel: 040 42801-2741,
E-Mail: Uta.Becker@eimsbuettel.hamburg.de

Nord: Roland Schmitz, Tel: 040 42804-2132,
E-Mail: Roland.Schmitz@hamburg-nord.hamburg.de

Wandsbek: Gabi Fuhrmann, Tel: 040 42881-3256, E-Mail: Gabriele.Fuhrmann@wandsbek.hamburg.de
Sabine Jepsen, Tel: 040 42881-3253, Sabine.Jepsen@wandsbek.hamburg.de

Harburg: Fachamt Jugend- und Familienhilfe,
Tel: 040 428 71-2009; E-Mail: kinderschutz@harburg.hamburg.de

Bergedorf: Christine Busch, Tel: 040 42891-2869,
E-Mail: Christine.Busch@bergedorf.hamburg.de

Hinweis: Da sich die Kinderschutzkoordinatoren häufig in Beratungsgesprächen befinden und dann telefonisch nicht erreichbar sind, empfiehlt es sich, eine E-Mail zu schreiben. Bitte hinterlassen darin auch Ihre Kontaktdaten.

Weitere Infos zu Angeboten der Jugendhilfe und der Kinder- und Jugendgesundheitsdienste: www.hamburg.de/bezirke

Kinderschutzzentren

Kinderschutzzentrum Hamburg
Emilienstraße 78
20259 Hamburg
Tel: 040 4910007
E-Mail: kinderschutz-zentrum@hamburg.de

Kinderschutzzentrum Harburg
Eißendorfer Pferdeweg 40a
21075 Hamburg-Harburg
Tel: 040 7901040
E-Mail: kinderschutzzentrum-harburg@hamburg.de

Netzwerk Frühe Hilfen

Guter Start für Hamburgs Kinder: Das Netzwerk Frühe Hilfen will Kooperationen zwischen Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheitshilfe, Schwangerschaftsberatung, Mütterberatung und den anderen Akteuren aus dem Bereich Früher Hilfen in den Bezirken initiieren.

Weitere Informationen zum Netzwerk und Ansprechpartner in Fachbehörden und Bezirken: www.hamburg.de/fruehe-hilfen

Schutz und Beratung

Zufluchtstätten

Mädchenhaus - vorübergehende Wohnmöglichkeit für
Mädchen von 13 bis 17 Jahre
Tel: 040 42849265 (Tag und Nacht)
E-Mail: KJND-Maedchenhaus@leb.hamburg.de

Hamburger Frauenhäuser
Frauenhäuser sind eine Zufluchtsstätte für Frauen mit oder ohne Kinder, die von ihren Ehemännern, Freunden, Vätern, Söhnen seelisch und/oder körperlich misshandelt werden. Die Aufnahme erfolgt über die Koordinierungs- und Servicestelle der Hamburger Frauenhäuser „24/7“. Dort können Frauen jederzeit und rund um die Uhr Schutz und Unterkunft finden.

Koordinierungs- und Servicestelle "24/7"
Tel: 040 8000 4 1000
E-Mail: schutz@24-7-frauenhaeuser-hh.de
www.24-7-frauenhaeuser-hh.de

Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen

Die NOTRUF-Beratungsstelle ist eine spezialisierte Trauma- und Opferschutzeinrichtung, die seit 1988 mit Hilfe von öffentlichen Mitteln und Spenden finanziert wird. Sie unterstützt insbesondere Frauen und Mädchen, die Opfer von Vergewaltigungen wurden, dadurch bedroht sind oder denen der Versuch einer Vergewaltigung widerfuhr.

Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen
Beethovenstr. 60
22083 Hamburg
Tel: 040 25 55 66
E-Mail: kontakt@frauennotruf-hamburg.de
www.frauennotruf-hamburg.de

Telefonische Beratung und Terminabsprachen für persönliche Beratungsgespräche

Montag 9:30 – 13:00 Uhr und 15:00 – 19:00 Uhr
Dienstag 9:30 – 13:00 Uhr und 15:00 – 16:00 Uhr
Mittwoch 15:00 – 16:00 Uhr
Donnerstag 9:30 – 13:00 Uhr und 15:00 – 19:00 Uhr
Freitag 9:30 – 13:00 Uhr


Außerhalb dieser Zeiten läuft ein Anrufbeantworter, der täglich, auch an Wochenenden und Feiertagen, abgehört wird. In Krisenfällen erfolgt ein Rückruf auch an Wochenenden und Feiertagen innerhalb von 24 Stunden.

Hilfeportal Missbrauch

Betroffene von sexuellem Missbrauch und ihre Angehörigen finden auf dem Hilfeportal Unterstützung. Beratung und Therapie sind jedoch wichtige Schritte, um den Missbrauch verarbeiten zu können. Das Portal enthält auch Informationen für Fachkräfte und wie mit präventiven Haltungen, eindeutige Botschaften und Erziehungsweisen zum Schutz vor Missbrauch beitragen können. 

www.hilfeportal-missbrauch.de

Ankerland Trauma-Therapiezentrum

Traumatisierte junge Menschen werden oft weder als traumatisiert erkannt noch entsprechend spezifisch behandelt. Häufig bekommen ihre schlimmen Erlebnisse Macht über ihr ganzes Leben und richten psychische und körperliche Schäden an. Das Ankerland Trauma-Therapiezentrum ist eine integrative und ambulante Einrichtung, in der traumatisierte Kinder fernab vom Krankenhaus-Ambiente intensiv und so lange wie nötig behandelt werden.

Ankerland Trauma-Therapiezentrum
Löwenstraße 60
20251 Hamburg
Tel. 040 4686396–00
ankerland.de

Informationen zu Behandlungs- und Therapieangeboten, Hilfe- und Unterstützungsmöglichkeiten sowie weiterführende Angebote gibt es am Trauma-Info-Telefon: 040 63643627.

Dunkelziffer

Hilfe für sexuell missbrauchte Kinder telefonisch und per E-Mail.
Tel: 040 4210700-10 und www.dunkelziffer.de

TelefonSeelsorge

TelefonSeelsorge 0800-111 0 111 (evangelisch), 0800–111 0 222 (katholisch); Elterntelefon: 0800-111 05 50;
Kinder- und Jugendtelefon: 0800-111 0 333.

Die Anrufe sowie die Mail- und Chatberatungen sind kostenfrei.

www.telefonseelsorge.de

Hotline: „Sei stark – hol dir Rat!“

Hotline für Kinder und Jugendliche bei Gewalt, Bedrohung, Mobbing oder Erpressung.
Tel: 040 42 84 90 (Tag und Nacht), www.sei-stark.hamburg.de

Opferhilfe Hamburg

Die Opferhilfe-Beratungsstelle bietet erwachsenen Opfern von Gewalt professionelle Beratung durch Psychologische und Ärztliche PsychotherapeutInnen an. Tel: 040 38 19 93, www.opferhilfe-hamburg.de

Allerleirauh e.V.

Beratung bei sexueller Gewalt an jungen Frauen und Mädchen

Menckesallee 13
22089 Hamburg
Tel: 040 298344-83
Fax: 040 298344-84
E-Mail: info@allerleirauh.de
www.allerleirauh.de

Zu folgenden Zeiten ist die Beratungsstelle verbindlich erreichbar:

Montag 9:30 – 13:00 Uhr
Dienstag 9:30 – 13:00 Uhr und 14:00 – 17:00 Uhr
Mittwoch 9:30 – 13:00 Uhr und 14:00 – 17:00 Uhr
Donnerstag 14:00 – 18:00 Uhr
Freitag 9:30 – 13:00 Uhr
intervento – verikom

Proaktive Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt und Stalking.
Tel: 040 226 226 27, www.verikom.de/projekte/intervento

lina

www.lina-net.de Portal mit Informationen und Kontakten Hilfsangebote rund um Schwangerschaft, Geburt, junge Familie und Sucht.

Informationen zum Kinderschutzgesetz

Ärztinnen und Ärzte sind gem. § 4 (1) Bundeskinderschutzgesetz (hier KGG) verpflichtet, eine eigene Gefährdungseinschätzung unter Einbeziehung der Eltern (Sorgeberechtigten) vorzunehmen – sofern der Schutz des Kindes hierdurch nicht in Frage gestellt wird.
Ärzte müssen darauf hinwirken, dass Hilfen in Anspruch genommen werden. Hierbei reicht das Aushändigen einer Informationsbroschüre nicht aus. Dabei haben sie einen Anspruch auf Beratung gegenüber dem Träger der öffentlichen Jugendhilfe (§ 4 (2) KGG). Als Berufsgeheimnisträger sind sie zu diesem Zweck befugt, die erforderlichen Daten pseudonymisiert an diese Fachkraft zu übermitteln. Ist die Sicherstellung des Schutzes des Kindes nach Einschätzung der Ärzte nicht möglich, sind sie befugt, das zuständige Jugendamt zu informieren (§ 4 (3) KGG).
Hinweis: Über den Behördenfinder im Internet (www.hamburg.de/behoerdenfinder oder die Behördenhotline, Tel: 115) können Sie den zuständigen Allgemeinen Sozialen Dienst in Erfahrung bringen.

Leitfaden Häusliche Gewalt

Der Arbeitskreis Häusliche Gewalt hat den Leitfaden Häusliche Gewalt für Ärzte und Pflegepersonal entwickelt, um die bedrückende Situation der Opfer zu verändern. Ursachen typischer Verletzungsbefunde sollten von Seiten des Arztes in Klinik oder Praxis offen angesprochen und im Interesse des Opfers standardisiert dokumentiert werden. Hierbei gibt der Leitfaden Hilfestellung.

Leitfaden Häusliche Gewalt

Dokumentationsbogen

Stand: Oktober 2010

HILFE! Mein Baby schreit so viel

In dem Faltblatt "Hilfe! Mein Baby schreit so viel" finden Eltern von Neugeborenen und Kleinkindern Tipps, was Sie selbst tun können, wenn Sie merken, dass Sie das Schreien nicht länger ertragen. In dem Faltblatt steht auch, wer Ihnen in Hamburg weiter hilft.

Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV), die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) und die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG) haben den Ratgeber neu aufgelegt.

Unter www.hamburg.de/schreibabys finden Sie Bestelladressen, weitere Informationen und Links zu den Beratungsstellen.

Hilfe! Mein Baby schreit so viel

Fonds Sexueller Missbrauch

Im Abschlussbericht des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“ (RT KM) wurde die Errichtung eines Ergänzenden Hilfesystems für Betroffene sexuellen Missbrauchs in allen Bereichen gefordert. Der Bund kam dieser Forderung in seinem Zuständigkeitsbereich nach und stellte für den familiären Bereich 50 Millionen EUR bereit. Daher gibt es seit dem 01. Mai 2013 den „Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich“. Aus Mitteln des Fonds können Betroffene Sachleistungen bis zum 30. April 2016 beantragen.

Information: Die Antragsfrist wurde bis Ende August 2016 verlängert.

Mehr Informationen erhalten Sie auf den Homepages des Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

www.fonds-missbrauch.de + www.bmfsfj.de